Werner Malkowski

Vierundneunzig Tüten

 
als ich gestern morgen
eine wundertüte auf meinem kopfkissen sah
wusste ich genau
du warst es wirklich gestern nacht
ich spürte durch meine haut
die sonne deiner freiheit
sag warum bist du gegangen

ich öffnete ohne hast
und doch mit neugierde die wundertüte 
zuerst sah ich einen abnehmenden mond
ein schlüssel zu deinem herzen folgte
ein langer kuss fiel auf das seidentuch
die schachtel war voll mit leidenschaft
und lag neben der süssen lustwatte

ich schämte mich 
weil ich keine rosentüte für dich hatte
aber wie hätte ich wissen können
das meine haut so brennen würde
ich flocht aus langen hoffnungsfäden
einen liebeszopf fast einen meter lang
damit wollte ich dich für immer fesseln

der chor der mondkinder
sang so schön die wellenmelodie der nacht
ich wartete fast tausend jahre 
doch du kamst nicht zurück
vierundneunzig tüten mit wundern 
legte ich dir auf deinen schlafplatz
und jeden morgen waren sie fort

wenn die liebe in der einbahnstrasse tanzt
zünden die engel eine wunderkerze an
und ich fange traurige sommerküsse
um die wündertüten zu füllen
irgendwann wirst du sie öffnen
und ich werde dein knie zart berühren
so wird es sein ja ganz bestimmt

 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 17.02.2006. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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