Anette Esposito

Karneval

 
Nun herrscht wieder Narrenzeit,
in der Gesetz nicht gilt,
die vielen Menschen, nah und weit,
geheime Wünsche stillt.
 
Man streift gern ab Moral und Zwang,
tut das, was sonst verpönt
und tanzt und feiert, tagelang,
von Alkohol verwöhnt.
 
Die Masken werden aufgesetzt,
man fühlt sich sorglos, frei,
und Zungen sind nun scharf gewetzt
im Karnevalsgeschrei.
 
Kostüme, farbenfroh, in Pracht,
verdecken Wirklichkeit.
Man ist bei Tag und auch bei Nacht
zu buntem Tun bereit.
 
Am Aschermittwoch schreitet man
zur Buße, zum Pastor,
und heuchelt Gott, so gut man kann,
in Demut etwas vor.
 
Es wird gebetet und bereut
was man, doch gern, getan
und jeder Jecke sich drauf freut
fängt Fastnacht wieder an.
 
Ich frage mich: wo liegt der Sinn
im Narrenfreiheitstun?
Ich werde bleiben wer ich bin
und karnevalimmun.
 
Auch wenn begeistert man erzählt,
es würd’ zum Spaß nur sein.
Bei jeder Maske, die man wählt,
trügt immer doch der Schein.
 

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