Bea Busch

wenn der Muezzin singt

 
 
Hörst du ihn rufen vom Minarett?
Der Muezzin singt seine Suren
In Moll und Dur schallen sie
weithin über die Wüste
die mit Leere gefüllt ist
so wie mein Denken
Seine Stimme erreicht nur
den fernen Garten der Hoffnung
Jede noch so geheime Kammer
meines bebenden Herzens
all mein Sinnen dürstet nach dir
denn du bist der Wein meines Lebens
Doch deine fruchtbaren Reben sind verdorrt
nur noch meine Sehnsucht lässt sie auferstehen
Für einen kurzen Augenblick tauche ich wieder ein
in die goldenen Spinnennetze meiner Erinnerung
lasse meine Hände über meinen Körper gleiten
höre dabei all meine Nervensaiten erklingen
Die Farben der aufgehenden Morgensonne
malen dein Bild in meine Gedanken
und erinnern mich schmerzlich
an jeden Moment  unseres
gemeinsamen Schweigens
und an deine letzten Worte
die mich wie Giftpfeile getroffen
mich so sehr verwundet und mir
jeglichen Glauben genommen haben
 
Hörst du ihn rufen vom Minarett?
Der Muezzin singt seine Suren
Er ruft die Gläubigen zum Gebet
 
© bea 02.03.2006
 
 
 

Diesen Beitrag empfehlen:

Mit eigenem Mail-Programm empfehlen

 

Die Rechte und die Verantwortlichkeit für diesen Beitrag liegen beim Autor (Bea Busch).
Der Beitrag wurde von Bea Busch auf e-Stories.de eingesendet.
Die Betreiber von e-Stories.de übernehmen keine Haftung für den Beitrag oder vom Autoren verlinkte Inhalte.
Veröffentlicht auf e-Stories.de am 03.03.2006. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

Die Autorin:

Bücher unserer Autoren:

cover

Ein diabolischer Plan von Doris E. M. Bulenda



„Krachen, Scheppern und dann gewaltiger Lärm, als ein schwerer Gegenstand an die Wand geworfen wurde. Oh verdammt, die Verrückte spielte drüben in der Küche schon wieder ihr absolutes Lieblingsspiel – Geister vertreiben. Gleich würde sie hierher ins Wohnzimmer stürzen, wo ich versuchte, in Ruhe meine Hausaufgaben zu machen. Und dann würde sie mir wieder lang und breit erklären, welches Gespenst gerade versucht hatte, durch die Wand zu gehen und sie anzugreifen. Ich hasste sie! Ich hasste dieses Weib aus ganzem Herzen!“ Die 13-jährige Eva lebt in einer nach außen hin heilen, kleinbürgerlichen Familie. Hinter der geschlossenen Tür herrscht Tag für Tag eine Hölle aus psychischer und physischer Gewalt durch die psychopathische Mutter und den egomanischen Vater. Verzweifelt versucht sie, sich daraus zu befreien. Vergebens - bis ihr ein altes Buch in die Hände fällt. Als letzten Ausweg beschwört sie daraus einen Teufel. Er bietet ihr seine Hilfe an. Aber sein Preis ist hoch...

Möchtest Du Dein eigenes Buch hier vorstellen?
Weitere Infos!

Leserkommentare (13)

Alle Kommentare anzeigen

Deine Meinung:

Deine Meinung ist uns und den Autoren wichtig!
Diese sollte jedoch sachlich sein und nicht die Autoren persönlich beleidigen. Wir behalten uns das Recht vor diese Einträge zu löschen!

Dein Kommentar erscheint öffentlich auf der Homepage - Für private Kommentare sende eine Mail an den Autoren!

Navigation

Vorheriger Titel Nächster Titel

Beschwerde an die Redaktion

Autor: Änderungen kannst Du im Mitgliedsbereich vornehmen!

Mehr aus der Kategorie "Einsamkeit" (Gedichte)

Weitere Beiträge von Bea Busch

Hat Dir dieser Beitrag gefallen?
Dann schau Dir doch mal diese Vorschläge an:

nichts bleibt, wie es ist.... von Bea Busch (Vergänglichkeit)
Beiwacht von Paul Rudolf Uhl (Einsamkeit)
EINFACH BLÜHEN von Christine Wolny (Natur)