Karl-Heinz Fricke

Der Zahn der Zeit

Ein junger Mensch denkt kaum daran,
wie alt er einmal werden kann.
Lange ist er Arbeitstier,
ißt seine Steaks und trinkt sein Bier.
 
Jedoch die Jahre fliehn geschwind
und ehe er sich recht besinnt
denkt er mit fünfundfünfzig schon
an die verdiente Pension.
 
Langsam stellen sich bald ein
Krankheiten vom Kopf zum Bein.
Doktorbesuche hin und wieder,
oft legt er die Arbeit nieder.
 
Noch gehn vorüber die Miseren,
der Körper kann sich gut noch wehren.
Man kann bereits bestimmt schon sagen,
dass er schon etwas angeschlagen,
und er hat den Vorgeschmack,
was noch alles folgen mag.
 
Endlich ist er fünfundsechzig
und so manche Sünde rächt sich.
Wie ein Schlot hat er geraucht
und in manches Glas geschaut.
 
Es beginnt ein stetig Rennen,
er lernt viele Ärzte kennen.
Zu Spezialisten muss er gehen,
und er kann nur schwer verstehen,
dass man ihn muss operieren.
Das geht ihm mächtig an die Nieren.
 
Im Alter ist es dann soweit,
es nagt an ihm der Zahn der Zeit.
 
                       Karl-Heinz Fricke  14.03.2006

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