Detlef Heublein

Wer wird Millionär ?

 
 
Er las in dem Brief, den er gerade bekam
und dachte über das Angebot nach,
das ihm, falls er es auch annahm
5 Millionen Euro versprach.

Der Brief lädt ihn ein als Kandidat,
ein Abend bei Günter Jauch.
Da die Sendung viele Zuschauer hat,
kribbelt es ihm im Bauch.

Er würde gern spielen, doch es ist
seine Meinung dazu sehr gespalten,
wenn den Gewinn in den Wind er schießt,
wird er für dumm gehalten.

Denn viele sehen ihm dabei zu
ob Freunde oder Kollegen
und genießen es in aller Ruh
wie er sich abmüht verwegen.

Sein Ruf wäre dann schnell ruiniert,
wenn er seine Chancen verspielt.
Wie schnell ist es dann auch passiert,
daß er als Verlierer sich fühlt.

Die Frage steht auch, was passiert, wenn er schafft,
das ganz große Geld zu gewinnen.
Wird er auf der Straße dann angegafft,
wird das Geld durch die Finger ihm rinnen ?

Denn viele kommen zu ihm dann
und sehen in ihm eines nur:
Das Sparschwein, das man schlachten kann.
Von echter Freundschaft keine Spur.

Und dann die vielen Dankesschreiben
von allen möglichen Vereinen,
die ihm sehr gern verbunden bleiben,
hilft er ihnen mit seinen Scheinen.

Die Händler stehen bei ihm Schlange
und reden ihm sehr vieles ein,
zum Beispiel braucht er doch schon lange
ein Auto und ein Häuselein.

Es könnte auch sein, er irrt sich doch
und es würde ganz anders laufen.
Nur eines nicht, denkt er sich noch:
Freunde kann man sich nicht kaufen.
 
 
 
© D. Heublein
 
2004

Ist schon ein älteres Gedicht, was mir einfiel, nachdem ich so eine Einladung in der Hand hatteDetlef Heublein, Anmerkung zum Gedicht

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