Wolle Grundmann

Gedichte

Gedichte sind echt weiter nichts als die reine Zeitverschwendung,
denn absolut niemand hat für sie wirklich irgendeine Verwendung;
sie stehen nur da, in relativ netten Worten, Versen und Reimen,
aber wann schon einmal beginnt aus ihnen eine gute Tat zu keimen ?
 
Gedichte sind nur zarte Spuren von puren Warmduscher – Vergnügen,
die Harten im Garten aber, sie werden sich mit der Bildzeitung begnügen
und die dazwischen, ob bei den Gelben, Grünen, Schwarzen oder Roten,
lesen S. Lenz, Süddeutsche, Rundschau, Zeit oder den Wandsbecker Boten.
 
Gedichte, so wenig auch manchmal ihre ehrlichen Worte verschonen,
haben meist leider keine bunten Bilder oder komischen Illustrationen,
sind kleine Phantasiegeschöpfe, Beschreibungen, Begriffe und somit auch,
wie alle noch so persönlichen Namen, nicht mehr als nur Schall und Rauch !
 
Gedichte, in ihrer schönen freien oder aber auch streng gefaßten Form,
beflügeln zwar  -  zugegeben  -  manchen ihrer wenigen Leser ganz enorm,
jedoch nur den, der irgendwie voll pervers von irgendeiner Muse geküßt
und dadurch für fast jede Art von Pornographie höchst empfänglich ist !
 
Gedichte verschwenden Ressourcen, viel Arbeitskraft und andere Energien,
und manche von ihnen werden dem ehrbaren Dichter wohl nie mehr verziehen,
die allerbesten aber vielleicht reichen sogar noch dieser pseudotoleranten Tage
zu einer nervenzerreißenden staatlichen Zensur oder brutalen klerikalen Klage !
 
Gedichte, die sich etwas genauer mit der aktuellen politischen Wirklichkeit befassen,
den weltweiten Kriegen zwischen Kirchen, Religionen, Rassen und sozialen Klassen,
bringen  -  außer viel Ärger  -  noch nicht einmal dem bemühten Dichter etwas ein,
aber dennoch denkt dieser  -  u n b e l e h r b a r  !  -  Gedichte müssen einfach sein !
 
Gedichte aber, die in unvorstellbarer Menge in diesen unseren modernen Tagen
geschrieben, ob gut oder schlecht, und geschickt werden zu den vielen Verlagen,
landen letztlich doch nur in Aktenordnern und Schubladen, kaum einmal gelesen,
und das ist es dann, mein lieber Mann, mit der ganzen schönen Volksdichtung gewesen !
 
DO., 017. 003. 006.                                                                        W.-P. G.
 

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