Eveline Dächer

Lebte er noch?

Seine Augen schauten mich an

Mit leerem, ausdruckslosem Blick.

Er streichelte meine Hand

Ohne Gefühl.

Er entzündete ein Kerze

Ohne Leuchtkraft, ohne Feuer.

                 *

Er war sehr zart

Jedoch ohne Zärtlichkeit.

Er war sehr lieb,

Doch ohne Liebe.

Er hüllte mich in eine warme Decke,

Doch sie wärmte mich nicht.

                 *

Er traute mir

Ohne Vertrautheit.

Er kam zu mir

Um wieder zu gehen.

Er lebte hier, in meiner Stadt

Und war doch längst gestorben.      
- c - 
Eveline Dächer                      

Ich sah in tote Augen und erkannte ihn.
Seine Krankheit hatte ihn gezeichnet.
Ich hörte ihm zu, die ganze Nacht,
er war dankbar dafür,
Er hing so sehr am Leben
und lebte doch nicht mehr.
War nur noch da. Wie lange noch?
Das tut so sehr weh................
Eveline Dächer, Anmerkung zum Gedicht

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 04.04.2006. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

Die Autorin:

Buch von Eveline Dächer:

cover

Sommerzeit - Rosenzeit: Hommage an die Königin der Blüten von Eveline Dächer



Mit einer Hymne auf die Rose überrascht uns die Autorin Eveline Dächer in ihrem neuen Lyrikbändchen. In zarten und feurigen Bildern dichtet sie über eine dunkelrote Rose, die einen bisher unbekannten Duft ausströmt, oder von gelben Rosen, die wie Sonnenschein erstrahlen. Sie erzählt von Rosen, die auf Terrassen, Balkonen und in Gärten blühen, und von einem besonders schönen Rosenstrauß, einem Geschenk des Liebsten, der auf ihrem Lieblingstisch sie täglich erfreut und Sehnsucht schürt. Und da die Rose das Symbol der Liebe schlechthin ist, lässt sie aus deren Blätter eine Liebesstatt entstehen, die duftend weich und zart Zeit und Raum vergessen lässt.

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