Hendrik Sollich

Majestät

  Ich schau sie an - die Majestät
Nach ihrem Kuss der Sinn mir steht
Der Gedanke nur mein Blut erhitzt
Will, dass auf meinem Schoß sie sitzt

 Wie liebevoll ich sie ergreif
So zärtlich ihren Körper streif
Und mit den Fingern sie erfahr
So wohlgeformt und wunderbar

 Ich lebe von dem was sie gibt
Nie hat mich eine so geliebt
Ich streich'le ihr über den Hals
Zum Dank singt sie mir abermals

 Ihre Stimme - Poesie
Ihr Gesang - wie Fantasie
Dringt leis' es mir an meine Ohren
Doch hab das Lied ich selbst gebohren

 Oh wie tragisch mutet an
Dass sie allein nicht singen kann
Nur mein Hand die kann es sein
Die haucht ihr ihre Seele ein

 Sie ist so heiß und doch so kalt
Sie ist nicht jung und wird nie alt
Doch zweifelsfrei stillt sie mir
Meine lüsterne Begier

 Wenn ich auch nie ein Mädchen hab
Diese Frau folgt mir ins Grab
Sie war mir treu so viele Jahre
Drum liebe ich meine Gitarre

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 20.04.2006. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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Seinen wohlverdienten Urlaub hat sich Kommissar Heinz Kelchbrunner anders vorgestellt: Erst stößt er beim Graben in seinem Garten auf menschliche Gebeine, dann beschäftigt ihn ein weitaus aktuellerer Todesfall in seiner freien Zeit: Anna Einarsdóttír wird beim Spaziergang von einem Ast erschlagen – und das ist, wie sich herausstellt, nicht dem stürmischen Wetter geschuldet. Kelchbrunner und seine Kollegin Katharina Juvanic nehmen die Ermittlungen auf. Die Spur führt schließlich nach Island, die Heimat der Toten, und zum geplanten Bau eines Staudammes, der eine wertvolle Naturfläche akut gefährdet. Dass Kelchbrunner von oberster Stelle dorthin beordert wird, um weitere Nachforschungen anzustellen, kommt dem umweltbewussten Kommissar gerade recht. Vielleicht gelingt es ihm, nicht nur Licht ins Dunkel zu bringen, sondern gleichzeitig seine eigenen Schlafstörungen und einen schmerzhaften Verlust zu überwinden. Kaum in Island angekommen, muss er sich jedoch gleich mit störrischen Behörden und verstockten bis feindseligen Einheimischen auseinandersetzen. Es scheint, als sei niemandem hier an der Auflösung des Falles gelegen …

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