Verdammt lang her ist jene Zeit,
als ich mich musst´ entscheiden.
Noch wusste ich, nicht so wie heut´,
welch´ Weg geh´ von den beiden.
Da gab´s den einen, der hieß Sport,
der war nicht sehr bequem!
Der andere, der musisch war,
war lockerer, genehm!
So kam es, wie es kommen musst.
Die Richtung war schnell klar.
Als Musikant da bist du wer,
bald ohne Stress ein Star.
Doch dieses Star sein, glaubet mir,
war auch nicht immer leicht!
So wurde oft, nur noch im Suff,
der Höhepunkt erreicht!
Auf einmal stand ich mittendrin,
doch mir war gar nicht klar, -
dass dieses schon der erste Wink
vom "Boss der Trinker" war!
So hat sich König Alkohol
ganz heimlich still und leise,
herangepirscht an junges Blut -
auf seine Art und Weise.
Und Jahre lang ging dieses Spiel,
bis dann die Band zerbrach!
Man traf sich trotzdem noch recht oft,
doch schon mit Weh und Ach!
Doch wer jetzt glaubte es sei Schluss
mit dieser Trinkerei, -
der täuschte sich, denn jetzt begann,
die Stammtisch Hockerei!
Vom Stammtisch ging´s zur Kegelbahn -
danach zum G´sangverein!
Und überall dasselbe Spiel -
nur Krampf und Sauferei!
An jedem Tag, auch im Geschäft,
wurd´ manches Bier getrunken.
Erst eins, dann mehr - egal von wem -
ich ließ mich da nicht lumpen.
So zogen Jahre in das Land,
der Pegel ständig stieg!
King Alkohol war jetzt ganz nah -
ich hatte ihn schon lieb!
Aus Gaudi wurde toter Ernst,
mein Körper war voll Wasser!
Im Krankenhaus begriff ich erst -
und wurd´ zum König Hasser.
Zielstrebig und mit voller Kraft
ging ich zur Therapie.
Dies sollte meine Rettung sein -
und das vergess´ ich nie!
Heut´ Leute sind es ganz genau
dreitausendeinhundertsechszehn Tage! -
dass ich den König Alkohol
getauscht mit Wasser habe!
So wird es bleiben ewiglich,
nur so fühl´ ich mich wohl!
Der große Sieger, der bin
ICH, -
zermürbt:
"KING ALKOHOL!"
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