Karl-Heinz Fricke

Stammvater Noah

Von dem alten Testament
ein jedermann den Noah kennt,
der auf die bekannte Weise
die Kreatur nahm auf die Reise.
 
Elefanten, Löwen, Affen,
Büffel, Esel und Giraffen,
Hyänen, Wölfe und Schakale,
und aus der Saale ein paar Aale.
 
Schlangen, Käfer und den Star,
zögernd auch ein Menschenpaar,
vor dem alle Tiere scheuten,
so war das früher schon mit Leuten.
 
Bedrohlich war das Wolkenbild,
Man sah, der Untergang war nah,
Meereswogen schlugen wild,
sie alle spürten die Gefahr.
 
Noah ermunterte die Kreaturen:
"Wir müssen uns gewaltig spuren,
schnell zur Hand, die Arch' gebaut,
weil Schlimmes sich zusammenbraut.
 
Fasset alle helfend an,
wie jeder nur nach Kräften kann.
Verschwunden ist der Sonne Schein
bald bricht die wilde Flut herein.
 
So rettete er bei Sturm und Wild
all die bei Brehm verzeichnet sind.
Bei Tiergebrüll und Vogelsang,
dem alten Noah es gelang.
 
Ängstlich meckerte 'ne Ziege,
umsummt von einer Tse Tse Fliege.
Noah nahm auch sie an Bord,
fluchtartig segelten sie fort.
 
Nach Tagen sahen sie den Strand,
ihre Zuflucht, das neue Land.
Und in der Arches Enge
gab's ein riesiges Gedränge.
 
Alle wollten auf die Schnelle
auf das Land in seiner Helle.
Es war die gute Mutter Erde.
Lustig wieherten die Pferde.
 
Das Krokodil mit Gurkenhaut
war vom Lande nicht erbaut,
es verschwand im blauen Meer,
die Fische schwammen hinterher.
 
Noah sprach: "Gemach, gemach,
die Sonne schein' euch jeden Tag.
Jetzt hat das Leben wieder Sinn,
mehret euch und geht dahin.
 
Ihr findet Wasser und auch Kost
im Westen, Süden, Nord und Ost.
Seid friedlich euer Leben lang,
sonst folgt ein neuer Untergang!"
 
     Karl-Heinz Fricke  07.05.2006
 
Anmerkung: Mein junger Freund Sebastian hat mich zu diesem Gedicht, nicht unbedingt ein Schmunzler, inspiriert.

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