Bea Busch

früher oder später...

früher
so kannst du stets hören und lesen
hätte es vieles nicht gegeben
da sei doch alles viel besser gewesen
doch geht’s immer vorwärts im leben
 
später
wird alles ganz anders mal werden
ein jegliches ding hat wohl seine zeit
was bringen dir alle deine beschwerden
erkenne und nutz die gelegenheit
 
ob früher, ob später, du wirst es erkennen
jede phase hat minus und plus
was wir heute große freude nennen
bereitet uns morgen schon verdruss
 
zurück in die zukunft möchtest du blicken
schon vorher sehen, was hinterher wird
für dich willst du alles gerade rücken
dein schicksal hat dich zu oft schon verwirrt
 
so manche entscheidung schiebst du vor dir her
denkst ständig, es wäre der falsche moment
du machst dir dein leben oft selber zu schwer
vergisst, dass die zeit keinen haltepunkt kennt
 
niemals oder immer, jetzt gleich oder morgen
den richtigen zeitpunkt bestimmst du allein
doch kannst du dir niemals die ewigkeit borgen
und später, das kann viel zu spät für dich sein
 
© -bea 08.05.2006

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Der Journalist Arne Heller sucht die Herausforderung; eine packende Story, die ihn berühmt machen soll. Nur zu gern lässt er sich von der Sozialarbeiterin Sabrina in die „Wiking-Jugend Süd“, eine Gruppe jugendlicher Neonazis, einschleusen. Er glaubt, den Spagat zwischen journalistischer Recherche und seiner Zuneigung zu der eigenwilligen, Frau im Griff zu haben. Dabei stößt er nicht nur auf junge Leute aus gutbürgerlichem Haus, die ihn provozieren, in Sicherheit wiegen und zugleich misstrauen, sondern auch auf unglaubliche Machenschaften und Interessenskonflikte zwischen Nachrichtendiensten und alten DDR-Seilschaften. Das ganze Ausmaß der Charade bleibt ihm jedoch verborgen. Er merkt nicht, dass er nur eine Schachfigur in einem abgekarteten Spiel ist. Zu sehr verlässt er sich auf Sabrina sowie seine scheinbare Unangreifbarkeit als Medienvertreter – ein lebensgefährlicher Fehler!

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