Kurt, das war ein schlimmer Mann.
Ständig zerfraß ihn großer Neid!
Immer machte ihn Besitz der anderen an,
Deshalb schikanierte er diese ohne Mitleid.
Mit Freundin und natürlich auf deren Kosten,
Reiste er in die dominikanische Republik.
Dachte, unter Palmen kann man nicht rosten
wie daheim? - Hier zu bleiben wäre wahres Glück.
Er schickte seinem schwerkranken Schwager Paul
Ins ferne, nasskalte deutsche November-Klima,
Weil dieser vermögend war, da er nie faul,
Eine Voodoo-Fluch-Postkarte. - Gar nicht prima!
Zu den Voodoo-Fratzen auf der Ansichtskarte,
Malte er ein Männchen mit einer Nadel im Herz. -
Schrieb dazu, du halber Zombie, „na warte!“ -
Bald bist du ein ganzer noch zu deinem Schmerz!
Was Kurt in seinem zermürbendem Hass hatte vergessen:
„Ein Voodoo-Fluch kommt als Boomerang zurück
An den, der diesen absendete vor Neid besessen
Und stürzt diesen in sein selbst beschworenes Unglück!“
Ungläubig fragten die Ärzte den Paul, was hast du gemacht?
Als er wieder im Krankenhaus war zur Nachuntersuchung.
Es ist ein Wunder, was dich ins Leben hat zurück gebracht!
Jetzt ereilte dem Kurt seine eigene Voodoo-Verfluchung.
Wie aus heiterem Himmel wurde er unheilbar krank! -
Bekam Krebs und erlitt größte gesundheitliche Not.
Es schien, als ob der Voodoo-Gott strafte ihn als Dank?
Unter unermesslichen Schmerzen quälte er sich tot.
© Frapenero ( Mo. 08.05.2006 )