Karl-Heinz Fricke

Die beengte Schrittmacherin

Mizzi vom Kanton Bern bei Thun
konnte nur kurze Schrittchen tun.
Der Grund dafür, oh Schock
war heut ihr kurzer Minirock.
 
Superblond und attraktiv,
sie sonntags bis zum Mittag schlief.
In der Woche, schon seit Jahren
muss morgens sie zur Arbeit fahren.
 
Autolos nahm sie den Bus,
auf den man oftmals warten muss.
Still gemustert von allen Passanten,
die sie nur vom Sehen kannten.
 
Ein junger Mann aus Winterthur
bewunderte ihre schöne Figur.
Offenbar von ihr entzückt,
hat er sie liebend angeblickt.
 
Bis der Bus dann endlich hielt,
hat er  sie stets angeschielt.
Er hoffte, es mit Schwitzen
im Busse neben ihr zu sitzen.
 
Er blieb drängelnd hinter ihr,
ei, das wäre ein Pläsier.
"Einsteigen bitte", rief der Chauffeur,
da begann dann ihr Malheur.
 
Der kurze Rock, im Schritt beengt,
hat die Bewegung eingeschränkt.
Als sie vor den Stufen stand,
da murmelte sie, "oh verdammt !"
 
Sie konnte die Stufen nicht erklimmen
mit dem engen Rock, dem schlimmen,
und da kam sie zu dem Schluß
zu öffnen hinten den Reißverschluß.
 
Sie fand ihn auch und zog daran,
das wunderte den jungen Mann.
Noch zu eng, sie zog noch mehr,
dann freute ihn dann sehr.
 
Den Passanten war es klar,
dass da vorne was geschah.
Und der kühne junge Mann,
sah das als seine Chance an.
 
Er umfasste ihre Hüft'
und er gab ihr einen Lift
gleich bis in den Bus hinein,
laut schrie sie; "Was soll das sein?
 
Was erlauben Sie sich, junger Mann",
hörte sich  dieser lächelnd an.
"Wie können Sie es wagen,
mich einfach in den Bus zu tragen.
Wir kennen uns doch nicht,
Sie sind wohl nicht ganz dicht ?"
 
"Holde Schöne, werd' nicht wild,
ich setze dich sogleich ins Bild,
denn du hast ungelogen
den Hosenschlitz mir aufgezogen !"
 
               Karl-Heinz Fricke   22.05.2006
 
Anmerkung: Dieses Gedicht entstand zusammen mit unserem Kommentator-Freund
                       Karl-Heinz Nolte.- Ich hoffe, ihn bald zu unseren Autoren zählen zu können.
            

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