Manfred Bieschke-Behm

Zeig mir den Weg den ich gehen muss

Ich will alles wissen alles begreifen

Will wissen über den Anfang und auch das Ende

Jede Verzweigung begreifen und auch jede Wende.

Zeig mir den Weg den ich gehen muss.

 

Ich will wissen wo der Fluss seinen Anfang nimmt

Und wo er sich mit Macht  ins Meer ergießt

Durch welche Täler seicht  er dümpelt statt das er fließt.

Zeig mir den Weg den ich gehen muss.

 

Ich will erleben wo der Fluss zügellos und wild nur ist

will spüren die Kälte der Strömung an höchster Stelle

die Leichtigkeit begreifen an der Quelle.

Zeig mir den Weg den ich gehen muss.

 

Ich will begreifen das was andere mir erzählen

vom ungebändigten Strom und von der Quelle mir sagen

Will stillen meine Neugier und beantworten mir tausend Fragen.

Zeig mir den Weg den ich gehen muss.

 

Ich habe Verlangen nach allem

Was fremd mir ist bis heute

Will mitreden können wie ungezählte Leute

Zeig mir den Weg den ich gehen muss.

 

Du verlangst viel zu viel von mir

Fragst nicht danach, siehst nur deinen Willen

unerfüllbar für mich deine Neugier zu stillen.

Ich kenn  den Weg  nicht den du gehen willst.

 

Zur Quelle willst du und auch zum Meer

Willst des Flusses Ende und den Anfang sehn

Willst dahin und gleichzeitig auch dahin gehen.

Ich kenn  den Weg  nicht den du gehen willst.

 

Wenn du verlangst  das ich dir einen Weg soll zeigen

Bin  ich bereit  dich zu begleiten ein  kurzes Stück

Ich will dir helfen bei der Orientierung zum Glück.

Doch vorher zeige mir den Weg den du gehen willst.

Neugierde ist ein Zeichen von Lebendigkeit. Trotzdem müssen wir aufpassen, dass wir uns nicht verrennen. Es nützt uns wenig in alle Richtungen orientierungslos zu forschen. Die Gefahr besteht, sich ins Nirgendwo zu verlieren. Besser ist es, ein klares Ziel vor Augen zu haben und dieses möglicht zielstrebig zu verfolgen. Und nicht darauf hoffen oder egoistisch erwarten, dass andere meine Wegbereiter sein müssen. Wenn ich weiß wohin ich will, finde ich Menschen die mich begleiten. Es ist dann sicherlich auch egal, ob ich zur Quelle oder zum Meer mich hinbewege. Manfred Bieschke-Behm, Anmerkung zum Gedicht

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