Irmgard Schöndorf Welch

Ägäis


*







ÄGÄIS

Durch die ruhigen Wasser
schraubt sich das Schiff
immer tiefer hinein
ins Große
Azur
Blau

nichts ist um dich als
laue Wärme
Himmel
Meer

ab und zu liegt
in der Ferne
am Horizont
eine Insel

die Inseln heißen
Andros
Tinos
Mikonos

Medusen
Riesenquallen
groß wie Fallschirme
treiben dicht unter der Wasseroberfläche
dahin
in levantinischer Fülle und Pracht
bunt davon ist die See

das schimmernde Heer der Medusen
fleischfressende giftige Blüten der Meere
oder verzauberte Königínnen
aquarischer Welten
in driftenden wehenden Schleiern

Traumbilder
Trugbilder
an Land gezogen sind sie ein Nichts
zerfließen zu gallertigem Schleim
im Wasser aber schweben sie
stolz
wie schöne Chimären

ab und zu liegt
im Blau
am Horizont eine Insel

die Inseln heißen
Paros
Naxos
Amorgos

Santorin ist das Ziel
dein Atlantis
dort möchtest du bleiben
da könntest du für immer zuhaus sein

da ist mystisches Land



*


Copyright Irmgard Schöndorf Welch, zirka 1960,
hier eingestellt Dezember 2002
überarbeitet am 04.06.2005

*

Anmerkung: Das Gedicht ist  geschrieben, als es in der Ägäis
noch keinen  solchen Massen-Tourismus gab wie heute.


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