Richard von Lenzano

Der Durst und seine Folgen

 
 
Der Mensch muss trinken, das ist klar
und, weil dies immer schon so war:
wird er stets auch weitertrinken
oft bis zum Zusammensinken.
Dinge zum Trinken gibt es viel
die manche stecken sich als Ziel.
 
Der eine liebt nur seinen Wein
und schwöret darauf Stock und Stein,
ein anderer fällt leichter um
wenn er ist voll gepumpt mit Rum.
Andere trinken Weinbrand auch
weil dieser wärmet Geist und Bauch.
 
Milch und Säfte sind zu nennen
die wir auch noch trinken können,
dazu kommt noch Kaffee und Sekt
weil das unserem Gaumen schmeckt.
Das Trinken ist nicht das Problem
es ist für uns nur angenehm.
 
Das Trinkproblem ist diffizil
denn – gern trinkt man auch mal zuviel?
Was dann folgt - wir alle kennen
müssen zur Toilette rennen.
Unten im Bauch tut es schon weh
weil angesammelt sich ein See.
 
Der See will mit Gewalt hinaus,
wo ist nur das bestimmte "Haus"?
Wenn in der Näh', ach wär' das schön
dann braucht man nur hineinzugeh'n.
Die Probleme sind verschwunden
alles kann uns wieder munden.
 
Doch, immer noch hat man kein Glück
der Bauch wird härter - und auch dick,
man fängt langsam an zu fluchen
beginnt das Pissoir zu suchen.
Der Schritt wird klein, man bückt sich schon
ein Häuschen kommt - Scheiß! Telefon!
 
Man will nicht telefonieren
lediglich nur urinieren,
also heißt es weitersuchen
wieder fängt man an zu fluchen.
Die Hände gehen jetzt zum Bauch,
die ersten Tränen kommen auch.
 
Es jetzt noch Sekunden dauert
bis es in der Hose schauert,
es ist bestimmt nicht angenehm
mit nasser Hose dann zu geh'n.
Da - steht ein Hund an einem Baum
das ist die Rettung - welch ein Traum.
 
Du quälst dich zu dem Baume hin
vom Schmerz benebelt ist dein Sinn,
dann machst du deine Hose auf
und lässt dem Schicksal seinen Lauf.
Als die Prozedur zu Ende
reibst du dir die beiden  Hände.
 
Schaust dich stolz um - bist hoch beglückt
weil keiner zu dir hat geblickt,
man kann dich wieder lachen sehn
gerade kannst du wieder gehen.
Druck im Bauch - der ist gewichen
wieder kommt die Angst geschlichen.
 
Alle deine Hosen sind ja nass
als wärest du ein leckes  Fass,
warum dies, was ist geschehen?
Danach musst du jetzt mal sehen!
Du überprüfst und stellst dann fest:
Das du dich selber hast benetzt.
 
Die Knöpfe, die du aufgemacht:
War'n an der Jacke angebracht.
 
 
 
 
 
Richard von Lenzano
® 01/83
 

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