Heike Dietrich

Einfach ich sein

Ich sitze im Schatten der Bäume
es ist angenehm und frisch
ein leichter Wind bewegt die Blätter
ein Vogel hüpft vor mir im Gras
ein anderer singt sein schönstes Lied
in der Ferne das Hupen eines Autos
von drinnen gelangt Stimmengewirr an mein Ohr.

 Ein ganz normaler Tag
alles könnte so schön sein
wenn da nicht diese Traurigkeit wäre
ich habe das Gefühl sie frisst mich auf
alles scheint aussichtslos
die Therapie strengt enorm an
morgens komme ich kaum in die Gänge
mittags bin ich froh
wenn ich mich zu Hause verkriechen kann
 
Soll das so weiter gehen?
ich hatte soviel Hoffnung, als die Reha genehmigt wurde
Und nun?
wieder diese Resignation
Oder bin ich zu ungeduldig?
Wieder dieses Grau
alles erscheint einfach sinnlos
ich kann nicht mehr
und doch, ich muss
nein ich will
es muss sich etwas ändern
es muss endlich etwas passieren
 
 Ich möchte doch nur leben
mich wieder spüren
das Leben wieder spüren
lachen
Stress aushalten
den Alltag nehmen
so wie er ist
einfach ich sein
 
© Heike Dietrich



 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 29.06.2006. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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Seit ihrer schlimmen Kindheit ist Kim davon überzeugt, dass es das Übersinnliches und Geister wirklich gibt. Als sie Pam kennenlernt, die kurz darauf in einem herunter gekommenen maroden Haus einzieht, nehmen die seltsamen Ereignisse ihren Lauf. Bei der ersten Besichtigung des alten Gemäuers überkommt Kim ein merkwürdiges Gefühl. Als sie dann noch eine scheinbar liegengelassene Fotografie in die Hand nimmt, durchzuckt sie eine Art Stromschlag, und augenblicklich erscheint eine unheildrohende Frau vor ihrem geistigen Auge. Sie will das Haus sofort verlassen und vorerst nicht wiederkommen. Doch noch kann Pam nicht nachempfinden, warum Kim diese ahnungsvollen Ängste in sich trägt, sie ist Heidin und besitzt keinen Glauben. Nachdem Kim das Tagebuch, der scheinbar verwirrten Hauseigentümerin findet und ließt, spürt sie tief in ihrem Inneren, dass etwas Schreckliches passieren wird. Selbst nach mehreren seltsamen Unfällen am Haus will Pam ihre Warnungen nicht ernst nehmen. Erst nachdem ihr, als sie sich nachts allein im Haus befindet, eine unbekannte mysteriöse Frau erscheint, bekommt sie Panik und bittet Kim um Hilfe. Aber da ist es bereits zu spät.

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