Michelle Ballabio

Stille

 

Vergebens suche ich nach dem tauben fleck in meinem Ohr, damit ich nicht mehr hören muss was du mir an den kopf wirfst. Vergebens suche ich nach Heiserkeit in meiner stimme, damit ich nicht mehr dinge sagen kann die ich rasch bereue. Vergebens versuche ich dich zu vergessen damit alles endlich ein ende hat. Du stehst vor mir, tote blicke, Gefühle liegen zwischen uns, Gedanken machen meinen kopf schwer wie Blei, doch sie bleiben in meinem kopf gefangen. Worte schnüren mir die kehle zu, doch sie verlassen nicht meinen mund. Ich schaffe es nicht. Ich schaffe es nicht dir zu sagen wie sehr ich dich liebe. Ich wünschte, ich hätte all diese Sachen niemals gesagt, wünschte ich hätte dich niemals losgelassen. Mir scheint als lägen Meilen zwischen uns. Wir stehen uns gegenüber, sind uns dennoch so fremd. Ich möchte mich dir nähern, doch da ist etwas, dass mich zurückhält. Möchte dich berühren, doch meine hand ist zu schwach um nach dir zu greifen. Die Kälte zwischen uns beiden droht zu mich einzufrieren. Du blickst mich an, doch dein blick ist leer und scheint mich hindurchzugehen. Du öffnest deinen mund und sagst etwas, aber ich kann dich nicht hören, nicht verstehen. Du reichst mir deine hand, aber ich schaffe es nicht sie zu greifen. Verzweifelt versuche ich die eisige wand zwischen uns weg zu schieben, doch meine kräfte reichen nicht aus. Und ich muss mir eingestehen: ich habe dich nun endgültig verloren‼‼‼

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 09.07.2006. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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