Lea Marten
Wirklich nicht?
Ruhe, Totenstille überall
Plötzlich tönt ein lauter Knall,
Menschen rennen um ihr Leben;
Es hat wieder einen Anschlag gegeben.
EIne Frau, ein Kind im Arm, läuft vorbei,
Es ist mehr ein Wimmern als ein Schrei;
Und doch: Es ist ein Schrei nach Gerechtigkeit,
nach Frieden, Liebe und Geborgenheit.
Ein paar Meter weiter ein leises Weinen,
Dort sitzt ein Kind mit mageren Beinen;
Es kann kaum noch gehen und stehen;
Heute hat es seine Eltern sterben sehen.
Krieg, Hunger, Krankheit,
diese Menschen haben kaum eine Möglichkeit,
dem Tod zu entkommen, denn in der Welt
herrscht Rachsucht und Streben nach Macht und Geld.
Ich schalte den Fernseher aus und stehe auf;
Diese Bilder nehme ich in Kauf,
auch wenn sie mich traurig stimmen, ich habe sie schon oft gesehen;
"Was kann ich schon tun?", denke ich, "mir wird es nie so gehen"
- wirklich nicht?
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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 05.08.2006.
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