K.N.Klaus Hiebaum

J U N G F R A U E N _ + _ Autobiographie _ IX,, _5 _STUBAIER

Jungfrauen

 
Weil d’Jungfraun
alm rarer wearn
hat man die Fräuleins glei âgschafft
dafür gibt’s jeaz alm mehr
ehelose miater
junge Frauen
und an haufn ältere
de si jung außerputzn
weil alte Frauen
derfs heit koane mehr gebn
in der Jugendkultur
a wenn’s 1o Jahr länger leben
als mir âgschundene  uralte Stoanesl
 

 

Übersetzung

Weil die Jungfrauen immer seltener werden
 hat man die Fräuleins abgeschafft
dafür gibt es jetzt immer mehr ehelose Mütter
und viele ältere Frauen
die sich auf JUNG herausputzen 
denn ALTE Frauen darf es 
in der heutigen Jugendkultur keine mehr geben 
 auch wenn sie 1o Jahre länger leben
als wir abgerackerte Steinesel


IX,       5

                          S T U B A I E R

die zweite Bergwoche
 
6.8.1972  ANREISE
Nach der herrlichen Bergwoche, mit meinen Vorarlberger Freunden, in den Ötztalern, freute ich mich schon sehr auf die Stubaier. War ich doch schon so oft über den Brenner gefahren und hab bei Schönberg (Europabrücke) immer wieder sehnsüchtig in dieses Tal mit den firnbedeckten Bergriesen hineingeschaut, die in der Sonne glitzerten und mich gleichsam mit einem funkelnden Augenzwinkern herzlich einluden.
Endlich war es so weit!
Da mein Freund A. am Bodensee wieder einige persönliche Bauprojekte laufen hatte, entschied ich mich zum Umweg über das Ländle, denn von dort aus gab's ja dann auch eine Mitfahrgelegenheit in die Berge.
 
Nun waren wir endlich hier! Hatten eine gute Wetterprognose und befanden uns auf dem Weg zur Dresdnerhütte, unserem Wochenquartier.
Damals war noch alles ruhig und romantisch, denn das Stubaier – Gletscher -Schigebiet mit all seinen Bahnen, Liften und Gaststätten war noch nicht „erschlossen“.
Sogar die Rucksäcke wollten sich nicht von unseren Schweißrücken trennen und alleine mit der Materialseilbahn befördert werden. Am späten Nachmittag erreichten wir die große, aber sehr gemütliche Hütte (2.631 m) und bezogen unsere Matratzenlager.
 
7.8. Erster Tag, erste Tour!
Die erste Tour unserer zwölfköpfigen Apostelgruppe mit dem Jugendkaplan Elmar aus Bregenz, führte uns hinauf zum Bildstöckljoch (3.128 m), dem höchsten Punkt des heutigen Schikarusells.
Von dort ging's in bequemer Gratkletterei auf den Gipfel der Stubaier Wildspitze.
Dort oben feierten wir Gipfelmesse bei herrlicher Aussicht und einer Kulisse wie sie kein Dom zu bieten hatte. Die Gebete wurden frei gesprochen, die Feier von allen aktiv mitgestaltet.
Da wir eine gute Beziehung untereinander hatten, waren die Beiträge sehr persönlich und tiefgehend.
Diese Gespräche bei der Messe waren Gelegenheit einander noch intensiver kennen zu lernen, eine Bereicherung für alle und der gemeinschaftliche Höhepunkt jeden Tages.
War’s am Gipfel mal zu kalt, stürmisch oder nebelig, dann feierten wir die Messe abends in der Hütte und luden auch Personal und Gäste dazu ein.
Weil wir so fit und „gut drauf“ waren, wollten wir hier nicht umkehren, sondern kletterten den Grat entlang zum östlichen Daunkogel (3.330 m) und traten von  dort aus den Rückweg an.
 
Tags darauf, am 8.8., ging's über den Aperen Pfaff (3.353 m) und das Pfaffenjoch zum Zuckerhütl (3.507 m), dem höchsten der Stubaier. Damit wir vom Zuckerguß auch etwas zum Schlecken bekamen erhielten wir einen Gipfelkuss von unseren „süßen“ Mädchen und marschierten weiter zum wilden Pfaff (3.456 m), wo’s mit den Küssen schon wieder vorbei war ;-)!
 
Am nächsten Morgen, 9.8., waren wir mit Pickel und Seil, aber ohne Spaten  übers Bildstöckl zur Schaufelspitze (3.332 m) unterwegs, die von der Hütte aus dementsprechend aussieht.  Über den scharfen Grat ging's dann weiter zum Schussgrubenkogel und besonders Mutige fuhren von dort mit den FIGLs im Schuss in die Grube. Die folgende Abfahrt Richtung Dresdnerhütte war Spitze.
Was dann dort am späten Nachmittag noch passierte, erfährt ihr im nächsten Kapitel.

IX,     5
L I E B E   ist . . .
miteinander
den Gipfel zu erreichen
 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 18.08.2006. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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