K.N.Klaus Hiebaum

H E I S S E _ _ L U F T ____ + abg Band IX , Kap 12

Heiße Luft
 
 
Mochte es noch so kalt sein, sie fand immer den nötigen Funken und auch genügend Brennmaterial um die Luft hinter ihren Brüsten anzuheizen.
Diese hoben und senkten sich, zuckten nervös und zitterten wie Heißluftballone vor dem Start.
Sie wartete nur auf die Gelegenheit, auf das passende Wort, dann erhoben sich die Ballons und mit ihnen die Stimme dahinter, jedoch keinesfalls die Stimmung.
Im Gegenteil, ein Zischen und Fauchen ertönte, entwich ihrem Innern und heraus kam nichts…. nichts – als heiße Luft.



IX,    12
 

                     H E I M L E I T E R

berufliche Spitze
 
 
Aus obigem Grunde bewarb ich mich alsbald um eine frei werdende Stelle als Heimleiter an der Hotelfachschule in Meran. Ich erhielt den Posten und genoss somit alle Vorzüge eines „Landesangestellten“, die noch besser „dran waren, als die Staatsbediensteten.
Auf Grund des Alters meiner Schützlinge, welches meines oft übertraf, und wegen meiner geringen Toleranz bezüglich sexueller Freizügigkeit der Heiminsassen und Kursteilnehmer, bekam ich zusehends mehr Autoritätsprobleme.
Da die Mädchen und Burschen schon in einem Alter waren, wo die >Erotik zu blühen begann,
war es bei unserer geschlechtlich gemischten Schulbesetzung kaum zu verhindern, dass die Kontakte nicht übers Küssen hinausgingen.
Es war auch allzu leicht die Balkontrennwand zu überwinden und in den Mädchentrakt zu gelangen.
Sogar aus dem Zimmer der werten Kollegin sah man “Schatten“ flüchten
Eine Duldung von intimen Beziehungen der mir Anvertrauten war auf Grund meiner Erziehung und meines Engagements im christlich kirchlichen Bereich nicht gegeben.
Auch waren die Vorschriften der Schule und die Aussagen des Direktors diesbezüglich klar und unmissverständlich.
Die Konsequenz in der Durchführung wurde aber abgelehnt und eine Rückendeckung der Heimerzieher war somit nicht gegeben. Es war also dies nicht der Platz für mich um hier alt zu werden, da ich zu solcherlei Kompromissen nicht fähig war.
Außerdem hasste ich diesen sinnlosen Alibi Nacht und Aufsichtsdienst, bei dem aus obigen Gründen doch NICHTS verhindert werden konnte.
 
Wirklich zu schade, denn ansonsten wäre das ein sicherer und gut dotierter Lebensposten mit viel Ferienzeit gewesen.
Aber Grundsätze haben eben immer ihren Preis, auch wenn der manchmal sehr hoch ist und man sich später fragt, ob es wert war, oder was es irgendwem genützt hat, diesen zu bezahlen.
 
 
 
 
IX,     12
 
L I E B E   ist . . .
dem Anderen Heim und Heimat zu sein
 

 
 

Diesen Beitrag empfehlen:

Mit eigenem Mail-Programm empfehlen

 

Die Rechte und die Verantwortlichkeit für diesen Beitrag liegen beim Autor (K.N.Klaus Hiebaum).
Der Beitrag wurde von K.N.Klaus Hiebaum auf e-Stories.de eingesendet.
Die Betreiber von e-Stories.de übernehmen keine Haftung für den Beitrag oder vom Autoren verlinkte Inhalte.
Veröffentlicht auf e-Stories.de am 31.08.2006. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

Der Autor:

Bücher unserer Autoren:

cover

Tadeusz – Die Geschichte eines Kindertraumes von Diana Wetzestein



Tadeusz kann nicht fliegen und nicht zaubern, er kann nichts tun, was andere Kinder mit zehn Jahren nicht auch tun könnten und dennoch schafft er gemeinsam mit seinem Freund Paul, was Erwachsene allein niemals geschafft hätten. Er baute sich sein Zauberschloss.

Möchtest Du Dein eigenes Buch hier vorstellen?
Weitere Infos!

Leserkommentare (2)

Alle Kommentare anzeigen

Deine Meinung:

Deine Meinung ist uns und den Autoren wichtig!
Diese sollte jedoch sachlich sein und nicht die Autoren persönlich beleidigen. Wir behalten uns das Recht vor diese Einträge zu löschen!

Dein Kommentar erscheint öffentlich auf der Homepage - Für private Kommentare sende eine Mail an den Autoren!

Navigation

Vorheriger Titel Nächster Titel

Beschwerde an die Redaktion

Autor: Änderungen kannst Du im Mitgliedsbereich vornehmen!

Mehr aus der Kategorie "Humor - Zum Schmunzeln" (Gedichte)

Weitere Beiträge von K.N.Klaus Hiebaum

Hat Dir dieser Beitrag gefallen?
Dann schau Dir doch mal diese Vorschläge an:

A U S – schalten von K.N.Klaus Hiebaum (Gefühle)
Pferde stehlen? von Heinz Säring (Humor - Zum Schmunzeln)
HOCHSOMMERTAGE von Heidi Schmitt-Lermann (Natur)