K.N.Klaus Hiebaum

N U R _ E I N _ Z W I L L I N G ______abg Band _ IX, Kap. 2o

IX,    20

                              C A S T O R

nur ein Zwilling
 
Die 4oooer     Teil   4           
 
Es wurde wie befürchtet eine stürmische und verregnete Nacht. An einen Aufstieg am frühen Morgen war nicht zu denken. Gegen halb neun Uhr wurde es etwas heller und wir wollten es wenigstens versuchen.
Nun also los und wieder langsam mit dem ganzen Gepäck Meter für Meter ein Hunderter nach dem andern in die Höhe geschraubt. Kurze Gipfelrast am Castor. Der Nebel wurde immer dichter. Am Gipfel, einer ziemlich runden Schneekuppe, suchten wir nach der Abstiegsroute. Nachdem wir einige mal im Kreis herumgegangen waren, wussten wir vor lauter Spuren nicht mehr, welches die Such- und welches die Aufstiegsspuren waren.
Ohne Kompass hätten unsere Chancen schlecht gestanden. Mit Mühe fanden wir den Abstieg, aber an eine Überschreitung des Zwillingsgipfels Pollux war nicht zu denken und schon gar nicht an die Querung des ausgedehnten Breithorns. So ein breitflächiger Gletscher, wo man wegen der Spalten auch immer wieder die Richtung wechseln muss, wird beim Nebel zum Labyrinth.
 
Also blieb uns nichts übrig, als den Aufstiegsspuren folgend zur Hütte abzusteigen und dann nochmals über 1000 Meter ins Tal. Dort hieß es dann warten, Auto stoppen, endloses Busfahren, das Seitental hinaus bis ins Aostatal, x-mal umsteigen, bis wir endlich nach Châtillon und von dort nach Valtournanche und nach Broille  (2024 m) kamen.
Gegen 17:00 Uhr waren wir an der Südseite des Matterhorns, von wo aus wir mit der Seilbahn auf den Theodoulgletscher (3117 m) fuhren um von dort nach Zermatt hinab zu schreiten.
 
Natürlich war die ganze Fahrerei sauteuer und wir waren nahe daran, uns an die Heimreise zu machen. Da es aber schon zu dämmern begann, beschlossen wir diese Nacht abzuwarten, um zu sehen, ob das Wetter nicht doch etwas Mitleid entwickeln würde.
Als ich nachts aufwachte und durch die Bretterritzen meiner Scheune spähte, war der Himmel voller Sterne.
 
 
 
IX,     20
 
L I E B E   ist . . .
nicht aufzugeben
auch wenn sie
im Nebel verschwunden scheint

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