Hans-Werner Kulinna

Seelenohr

 

Mein Kind, du hörst den Klang
und bist verzückt,
für eine Weile ganz entrückt
in eine ferne Wirklichkeit.
 
Dein ganzer Körper spricht.
Ich kann es lesen im Gesicht.
Ganz Ohr bist zu und selbstvergessen,
du bist von der Musik besessen.
 
Dann hörst du auch den Wörtern zu,
wirst still und liest in tiefer Ruh.
Dir fallen bunte Bilder ein,
spazierst in die Geschichte rein.
 
Du baust dir deine eigne Welt
und wenn dein Alltagsvorhang fällt,
hast du mit Fantasie bestellt
ein Dach für deine obdachlose Seele.
 
So fährst du in Gedanken fort
und wanderst mit von Ort und zu Ort.
Du trägst den Garten nun in dir,
horchst in dich rein, bist nah bei dir.
 
Doch wenn dem letzten Kind der Welt
sein Seelenohr verloren geht,
der Lärm der Welt den Blick verstellt,
es wäre schlecht um uns bestellt.
 
© Hans - Werner Kulinna
 
 

 

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