Susanne Aukschun

Edelweiß

 
*) "ICH bin (D)ein Edelweiß" - daß ich nicht lache!!!
Gruß von der selten-einsamen Dörrblüte ausse Berge...
(oder meintest Du das mit "Edelweiß"? Welch' Kompliment, mein Hasi!)
 
Daher dieses Gedicht - auch ganz besonders for you
(habe dabei keine Mühen und Schweißperlen gescheut)
Und nochmal Danke für Deine selten-zurückhaltende Art von "Freundschaft"!
 
Was sind das für blöde Kerle?
...schmeissen nur mit Schleim und Mist.
Betiteln Dich als Superschmerle,
auch wenn’s so doch gar nicht ist.
 
Sprechen dauernd von der Liebe,
halten Dich für’n Edelweiß,
doch es sind nur ihre Triebe,
die sie machen da so heiß.
 
„Schöne Frau, so schöne Haare!
Tolle Lippen, Dekollete...“
(Denk nicht, daß ich darauf fahre,
ich mich auch im Spiegel seh).
 
„Oh, Du wunderbares Wesen,
Traumfrau, wie von Gott gemacht“.
(Doch ich kann Gedanken lesen,
hab nix Feuer da entfacht).
 
So nen Spruch, den kriegen alle,
von Dir in ihr Ohr gehaucht,
das ist Deine Frauenfalle,
wenn bei Dir die Hose schmaucht.
 
Mit den Sprüchen kannst ma jagen,
auch die Wände tapezier’n.
Brauchst mich gar nicht mehr zu fragen,
ob Du darfst mich je verführ’n.
 
Deine Schwüre sind wie Blasen,
Schall und Rauch der Wortinhalt.
Solche kriege ich in Massen,
tääääglich in mein Ohr geschallt.
 
Bin vom Schmunzius jedoch müde,
laß mich bloß damit in Ruh.
Kriegst Du nix, wirst Du bloß rüde,
wer hier lügt, das bist doch Du.
 
Wahre Freundschaft, nur im Koppe?
Gibt’s nicht zwischen Mann und Frau.
Denn wenn ich nicht mit Dir poppe,
bin ich nur die „blöde Sau“
 
Glaub ich mal, ein Mann sei besser,
werd’ belehrt ich schon sehr schnell.
Lauf bei jedem in sein Messer,
doch nun wird’s bei mir mal hell.
 
Von der Blume* zu ner andern,
das geht bei den Männern fix,
diese Jäger mögen wandern,
halten von der Treue nix.
 
Ham Dich schneller je vergessen,
als Du einen Kaffee trinkst.
Und das Maß ganz neu bemessen,
während Du noch nach ihm winkst.
 
Drum laß besser Komplimente.
Steck’ sie Dir an Deinen Hut.
Bin mit fertig bis zur Rente,
denn man(n) meint es eh nicht gut.
 
Anfangs kommt mal etwas Mühe,
dann ist’s jedoch damit aus,
ich mein Resümme nun ziehe,
bleib allein in meinem Haus.
 
Selbst der Letzte war ein Fehler.
Dabei hatte ich’s geahnt,
denn vor dem Gefühlehehler
hatte mich mein Geist gewarnt.
 
Alles war von ihm gelogen,
von dem Kopf bis zu dem Zeh,
hat wie jeder mich betrogen,
wenn ich das da heute seh.
 
Kennste einen, kennste alle,
hab ich stets zu ihm gesagt,
lediglich in seine Kralle,
hatte ich mich doch gewagt.
 
Merk jetzt, was ich davon habe,
Kummer und ein totes Herz.
Will drum keine neue Na®be.
Mag nie wieder Seelenschmerz.
 
Auf die Sprüche schöner Männer,
falle ich nicht mehr herein,
jährt sich nach nem Jahr der Jänner,
siehste von den allen kein’n.
 
Leere Worte, hohle Taten,
nur am Anfang etwas List.
Doch Erfahrung hat verraten,
daß kein Gold im Umlauf ist.
 
03.10.2006
 
Wünsch Dir einen schönen Tag!!!
 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 04.10.2006. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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