Hans-Werner Kulinna

Wenn wir keine Hände hätten

 
Wenn wir keine Hände hätten,
könnten wir die Faust nicht machen.
 
Wenn wir keine Hände hätten,
könnten wir uns nicht verletzen.
 
Wenn wir keine Hände hätten,
könnten wir niemanden in der Hand haben.
 
Wenn wir keine Hände hätten,
könnten wir nicht mit leeren Händen kommen.
 
Wenn wir keine Hände hätten,
könnten wir unsere Hände nicht in Unschuld waschen.
 
Wenn wir keine Hände hätten,
könnten wir auch keine linken Hände haben.
 
Wenn wir keine Hände hätten,
könnten wir nie die ganze Hand nehmen.
 
Wenn wir keine Hände hätten,
könnten wir sie uns nie verbrennen.
 
Wenn wir keine Hände hätten,
könnten wir nie Hand in Hand gehen.
 
Wenn wir keine Hände hätten,
könnten wir unser Herz nie in beide Hände nehmen.
 
Wenn wir keine Hände hätten,
könnten wir unsere Faust nicht öffnen. 
© H.W.K.

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 11.10.2006. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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Die Gedichte begleiten durch die vier Jahreszeiten und erzählen wie die Natur erwacht, blüht und welkt, wissen von reicher Ernte zu berichten. Der Spätsommer im Park, winterliche Gefilde oder Mailandschaften scheinen auf. Der Autor verwendet meist gereimte Zeilen, zeigt sich als Suchender, der neues Terrain entdecken möchte. Der Band spricht von den Zeiten der Liebe, zeigt enttäuschte Hoffnungen und die Spur der Einsamkeit. Wut und Trauer werden nicht ausgespart. Es dreht sich das Kaleidoskop der Emotionen. Der kritische Blick auf die Gesellschaft und sich selbst kommt zum Zuge. Kassandras Rufe sind zu hören. Zu guter Letzt würzt ein Kapitel Humor und Satire. So nimmt der Autor seine Zettelwirtschaft aufs Korn, ein hoffnungsloser Fall.

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