Norbert Wittke

Freitag, der 13.

Viele Leute fürchten den für sie unheimlichen Tag.
Blieben am liebsten gleich mit ihren Sorgen im Bett.
Wer dies wegen der Arbeit nicht zu tun vermag,
hält in der Hand krampfhaft fest sein Amulett.
 
Freitag, der 13. bringt er den Menschen Glück
oder bringt er ihnen doch nur richtig Pech?
Für mich werfe ich einen Blick weit zurück,
stelle fest, Aberglaube ist nur etwas wie Blech.
 
Es ist ein Tag wie jeder andere für mich
und ich habe vor ihm gar keine Bange.
So ein Aberglaube geht mir gegen den Strich,
weshalb ich ihn heute mit Freude empfange.
 
An einem Freitag, den 13. gelang uns die Flucht
aus der sowjetisch besetzten früheren Ostzone.
Meine Eltern haben es an diesem Tage mit uns versucht,
dieser Tag setzte erfolgreicher Flucht auf die Krone.
 
Freitag, der 13. Dezember 1946 brachte uns die Freiheit,
zwar war Schleswig-Holstein von Briten besetztes Land,
aber er brachte für uns trotzdem die schöne Gewissheit,
etwas mehr Freiheit zu atmen, ist doch ein großartiger Zustand.
 
Heute am Freitag, den 13., sind wir alle hier in uns frei,
das alles lässt mich bleiben für immer ein Optimist,
denn heute ist für mich nichts mehr besonderes dabei,
doch gebe es ihn im Jahre nicht, hätte ich ihn doch vermisst.
 
!3.10.2006                         Norbert Wittke

Vorheriger TitelNächster Titel
 

Die Rechte und die Verantwortlichkeit für diesen Beitrag liegen beim Autor (Norbert Wittke).
Der Beitrag wurde von Norbert Wittke auf e-Stories.de eingesendet.
Die Betreiber von e-Stories.de übernehmen keine Haftung für den Beitrag oder vom Autoren verlinkte Inhalte.
Veröffentlicht auf e-Stories.de am 13.10.2006. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

Der Autor:

Bild von Norbert Wittke

  Norbert Wittke als Lieblingsautor markieren

Bücher unserer Autoren:

cover

Lilo Leberwurst: Eine Kriegs- und Nachkriegskindheit von Elke Abt



Das Buch beinhaltet die heitere Beschreibung einer Kindheit und Jugend in der Kriegs- und Nachkriegszeit des Zweiten Weltkrieges. Der Vater ist vermisst und sie lernt ihn erst mit acht Jahren kennen, als er aus der Gefangenschaft in Sibirien zurückkehrt. Trotz der allgemeinen Entbehrungen verlebt sie eine glückliche Kindheit, denn was man nicht kennt, kann man nicht vermissen.

Möchtest Du Dein eigenes Buch hier vorstellen?
Weitere Infos!

Leserkommentare (12)

Alle Kommentare anzeigen

Deine Meinung:

Deine Meinung ist uns und den Autoren wichtig!
Diese sollte jedoch sachlich sein und nicht die Autoren persönlich beleidigen. Wir behalten uns das Recht vor diese Einträge zu löschen!

Dein Kommentar erscheint öffentlich auf der Homepage - Für private Kommentare sende eine Mail an den Autoren!

Navigation

Vorheriger Titel Nächster Titel

Beschwerde an die Redaktion

Autor: Änderungen kannst Du im Mitgliedsbereich vornehmen!

Mehr aus der Kategorie "Autobiografisches" (Gedichte)

Weitere Beiträge von Norbert Wittke

Hat Dir dieser Beitrag gefallen?
Dann schau Dir doch mal diese Vorschläge an:

Liebeslied von Norbert Wittke (Liebesgedichte)
H e i m a t von Ilse Reese (Autobiografisches)
Im Sonnenschein von Edelgunde Eidtner (Besinnliches)

Diesen Beitrag empfehlen:

Mit eigenem Mail-Programm empfehlen