Anschi Wiegand

Mein Kindheitsgott

 

 
 
stets auf den geraden Wegen
erfuhr ich Gottes reichen Segen
und all zu selbstverständlich war
das Glück auf allen Wegen da
 
doch als die Wege krumm und schwer
dachte ich oft, dass niemand wär’
der mich wirklich trägt und hält
und dem mein Lebensweg gefällt
 
gescheitert in dem Lebensplan
warf mich so Manches aus der Bahn
mein Kindheitsgott der grollte mir
und schloss vor mir die Himmelstür
 
so schien es mir gar lange Zeit
kein Glaube an Gerechtigkeit
fühlt’ mich allein in weiter Welt
einfach so dahin gestellt
 
doch fand ich einen der mich liebt
und der mir neue Hoffnung gibt -
ich frag mich nun ob es kann sein
dass Gott ihn schickte mir allein?
 
dass er mir diese Chance gibt
zum Neuanfang weil er mich liebt
und dass er dieses Glück mir schenkt
weil er noch immer an mich denkt?
 
mein Kindheitsgott der war nicht so
nach Scheitern wär’ ich nie mehr froh
doch macht das nicht so sehr viel Sinn
dass ewiglich verdammt ich bin
 
es heißt dass Gott die Liebe ist
und dass er niemals uns vergisst
doch warum fällt es mir so schwer
zu glauben dass es wirklich wär’?
 
wenn was misslingt glaube ich gern
dass Gott mich straft von seinem Stern -
bei neuem Glück fällt mir nicht ein
dass dies könnt Gottes Willen sein
 
mein Glaube ist noch stark am Wanken
doch will ich heut ihm einmal danken
weil ich wieder glücklich bin -
fand neue Lieb’ und Lebenssinn!
 
 
 
© AG, 23. Okt. 2006

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