Martin Wagner

Moment der Hoffnung



Ich sehe Kinder, Männer, Frauen.
Sie scheinen flach und schwebend.
Nicht fähig, einander anzuschauen.
Nur aneinander vorbeibewegend.

Ich sehe Nichts, nur Rauch und Schatten.
Der Wind Weht kalt und matt.
Die Bäume einst doch Farben hatten.
Ihr grün ist lange nicht mehr satt.

Ich seh Ruinen, alt und grau.
Einsam wartend auf den Tod.
Auch dem Himmel fehlts an blau,
Verkündet Leid und Not.

Ich seh Gesichter, angsterfüllt.
So ausdruckslos und blass.
Blicke sind in Schleier eingehüllt.
Die Augen bleich und nass.

Ich seh Sie verschlossen,
Musik in Ihren Ohren.
Gedanken ferner weggeflossen.
Wer ist schon auserkohren.

Ich sehe Sie, miteinander reden,
doch so belanglos es mir scheint.
Sätze klingen mir wie beten,
Unwissenheit ist was man meint.

Ich seh Sie mit verschrenkten Armen
mit schwach geneigten Augen.
Wie Kühe die auf Weiden lahmen,
Nicht fähig stolz zu glauben.

Ich traue meinen Augen nicht,
Ich sehe Hoffnung fern erblühen,
Ihr Glanz ist wie ein Liebgedicht,
wert aller meiner Mühen.

Kinder scheinen wieder lachend,
Menschen zeugen von elan,
Miteinander Späße machend,
Gedankenwandel, hat sie mir angetan.

Ihr Blick streift meinen,und ich dachte
das Sie mich nicht sehen will,
Vor Minuten noch, mein Herz, es lachte,
Und schon ists einsam , still.

Doch danke ich für den Moment,
In dem meine Seele liebt,
Mein Herz jetzt wieder Hoffnung kennt,
Und ich denn weiß, das es Freuden gibt.

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 25.10.2006. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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