Bernd Rosarius

Ein kurzes Leben

Es war einmal ein kleiner Hecht,
er fand es gut und sehr gerecht,
das er den  ersten Fisch einfing,
der an einer Leine hing.
Somit konnte er beweisen,
er war ein Großer und auf Reisen.
 
Doch plötzlich schmerzte es im Kiefer,
eine Kraft zog ihn erst tiefer,
dann ruckartig wieder nach oben.
Er hatte Angst und war am toben.
Er fand sich an der Luft dann wieder,
jemand beugte sich hernieder,
drückte seine Kiefer aus
und holte dort etwas heraus.
Es muss ein Mensch gewesen sein,
der rief: “zu jung, werfe  ihn rein“.
Und so war es dann geschehen,
der Fisch konnte wieder Wasser sehen.
 
Doch er schwamm vielleicht zwei Tage,
da gab es wieder für ihn Plage.
Erneut wurde er an Land gezogen,
auf einer Waage abgewogen.
Mit einem Schlag dann ins Genick,
war beendet sein Geschick.
 
In einem feinen Restaurant,
als Fischlokal auch weit bekannt,
servierte man dann unseren Hecht,
o Himmel ist mir plötzlich schlecht. 
 
Anmerkung: ich saß mit drei Freunden in einem Fischlokal. Dort gab es ein großes Becken, in dem schwammen Fische. Der Ober sagte zu uns: „suchen sie sich einen aus, den servieren wir dann.“
Die Wartezeit dauerte eine halbe Stunde. In der Zwischenzeit haben wir den verschiedenen Fischchen Namen gegeben, Willi – Klausi- Benni usw. Der Ober kam und wollte wissen, welchen wir uns ausgesucht hätten. Nun könnt ihr lachen: Wir sind aufgestanden und haben dem Ober gesagt: das wir zu den Fischen eine Beziehung aufgebaut haben und keinen von ihnen essen können. Wir haben das Lokal verlassen. Diese Zeilen fielen mir gerade ein, weil es heute Fisch gibt.

© Bernd Rosarius

 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 28.10.2006. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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