Karl-Heinz Fricke

Redefreiheit ?

Was man sagt, muss man vertreten,
öffentlich und auch im Kreise.
Anderen was vorzubeten,
rächt sich oft auf manche Weise.
 
Es missfiel dem Landesvater,
dass man ihn schriftlich kritisierte,
sein Hof war ein einziges Affentheater,
das die Bürger schrecklich irritierte.
 
Er sei nun mal der Regierende,
man solle doch ganz zu ihm stehn,
es wär jedoch das Frappierende
ihn als einen Clown zu sehn.
 
So wurde er ein Objekt der Kritik
in Zeitungen und Magazinen.
Die groteke Weise seiner Politik,
konnte nicht mehr dem Volke dienen.
 
Nur Eklate und Skandale,
ein Casanova des Königs Sohn.
Das Volk bereit zu der Randale,
die Bande zu stürzen vom Thron.
 
Der König bestürzt von den Reaktionen,
die sein Haus heraufbeschworen,
antwortete mit scharfen Sanktionen,
aus seiner Herrschersucht geboren.
 
Was will der Pöbel schon erreichen.
dass ich ließe mich erweichen,
mich ihnen zu ergeben
und ändern das feudale Leben ?
 
Hört, hört ihr Heckler und Rebellen,
noch bin ich Eure Majestät,
ich greife mir die bös' Gesellen,
die Zweifler an meiner Autorität.
 
Ich bin der Herr, ich hab' die Macht,
vergesst es nicht, ob Frau ob Mann,
sonst werde ich, eh ihr's gedacht
vom Landesvater zum Tyrann.
 
Eingeschüchtert von diesen Worten
schwieg man still an allen Orten.
Man machte mundtot, die kritisierten,
am Hof sie wie bevor regierten.
 
                 Karl-Heinz Fricke   01.11.2006
 
Anmerkung: Ich möchte darauf hinweisen, dass obwohl garantiert, der Redefreiheit
                       ungeschriebene Grenzen gesetzt sind.

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