Sieghild Krieter

~der duft der zeit ~

 

  
Sonett


Der Duft der Zeit

Es steht der Herbst schon im Novemberwind
man hört ihn allenthalben bitter klagen
es naht der Frost hör ich ihn leise sagen
sein Blick sich neigt macht stilles Frösteln blind

der Sommertage hohe Freud verschwand
mit ihm verwehten auch die Blütengrüße
der Duft der Zeit die goldne honigsüße
verrann und dann erschien die Abschiedshand

was bringt die Zeit hör ich mich leise fragen
das Jahr es eilt ich gehe mit ihm mit
noch will im Herbst ich mich an Früchten laben

den Tanz der Zeit verfolgen Tritt für  Tritt
kein Eis kein Schnee soll  mich durch Kälte tragen
und keine Furcht wird hindern meinen Schritt


©&ie

 

 

 

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