Jens Schriwer

Das nichtige Leben

Schwer Gemüter junger Wunden,
die sich in mein Fleisch gebrannt.
So sehr ist mein Herz geschunden,
dessen Leben rasch verschwand.

Meine Hand zur Faust geballt,
gegen niemanden erhoben,
bis den Nägeln Blut gezollt,
die sich in die Adern schoben.

In meiner Brust ein kühler Klumpen,
einst Form von Saft und Leib,
soll durch mich das Leben pumpen,
das doch der Tod mir schreibt.

Gehe nun in edler Klage,
ohne Furcht und ohne Sinn,
in diesem körperlichen Sarge
bis meine Zeit verrinnt.

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