Karl-Heinz Fricke

Fluessige Vorzüge

 

Zitat:
 
Es lebe hoch der Alkohol,
der Feind vieler Menschen Wohl.
Doch in der Bibel steht geschrieben,
man soll auch seine Feinde lieben.
 
 
Seit einer Stund' saß Waldemar
auf dem Hocker einer Bar.
Beim dritten Glase noch recht nüchtern,
im Grunde nicht gerade schüchtern
er die hübsche, junge Brünette
sicher schon angesprochen hätte,
der wohl aus bestimmtem Grund
ein Lächeln umspielte ihren Mund.
 
Da wurde er auf die Schulter geklopft,
es war Freund Emil, langbezopft.
"Ick werd' verrückt, Mensch Waldemar,
et sind bestimmt schon etlich' Jahr,
dass wir uns nicht trafen,
ick landete im Ehehafen.
Eine Blondine zoch mir an Land,
die ick auf eener Party fand.
 
Oftmals zieht et mir hinaus,
und sie bleibt allein zu Haus.
Du kennst mir, lieba Waldemar,
wie et früha imma war,
dass wir nich oft zu Hause
und unterwegs auf eina Sause.
Olga, nun, mein jroßes Jlück,
bleibt liebend jern zu Haus zurück.
 
Komm mal mit, ick zeich se dir,
det Wiedasehn feiern wir.
Emil knipste an das Licht,
seine Olga sah man nicht.
Da hörte Waldemar ein Kichern
aus dem Zimmer nebenan.
Um sich Klarheit zu versichern,
schlich er leise sich heran.
 
Er lugte durch das Schlüsselloch,
da lag Emils Olga doch
im Bett mit einem fremden Mann.
Emil kehrte sich nicht dran:
"Waldemar, geh weg von der Tür,
sei still, wir haben nur zwei Bier !"
 
                 Karl-Heinz Fricke  27.11.2006

 

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