K.N.Klaus Hiebaum

Z a u b e r - l o s e __W E I H N A C H T

Zauber-lose WEIHNACHT
 

Oft ist man versucht
bei der Weihnachtsgeschichte
auf die Tränendrüsen zu drücken.
 
Die Herbergssuche
die Geburt in einem Stall
schreckliche Zustände
für unsere Wohlstandsgesellschaft
und doch nur
ein Schicksal unter Millionen
von Gleichen oder Schlimmeren.
 
Wie viele Tausende
waren damals unterwegs
in ihre Heimatstädte
um sich registrieren zu lassen?
 
War Maria die einzige
unter den vielen Frauen
die in den Tagen der Niederkunft
unterwegs war?
Und wie viele außer Ihr und Josef
haben keine Herberge gefunden
vielleicht auch keinen Stall
und keine Höhle?
 
Unter welchen Umständen
haben Frauen entbunden
von der Zeit des Moses
bis hin ins KZ ?
Wie viele Kinder
wurden getötet,
geraubt und enteignet
von Herodes
durch die Jahrtausende
von anders- und Ungläubigen
und von christlichen Herrschern
bei denen Sklaverei und Frondienst
Leibeigentum und Willkür
an der Tagesordnung waren?

Wie viele laute und stille Mittäter
im Naziregime
saßen am Sonntag
in den vordersten Reihen
der Kirchenbänke
und feierten die Heilige Nacht
unter Lichterglanz und Christbaum
mit rabenschwarzer Mörderseele?
Was geschah
mit Schwangeren
und Neugeborenen im KZ?
 
ER der Erlöser
wurde nicht
unter schrecklichsten Umständen geboren
und hat als Kind auch nicht
so Furchtbares erlebt
von Vergewaltigung bis Verstümmelung
wie viele andere
Kinder und Jugendliche
 
ER gehörte auch nicht
zu den „Besseren“
ER war eben einer von UNS
einer von vielen
ein Durchschnittsmensch
einer von Vielen
in der damaligen Gesellschaft
und das
WILL ER auch heute sein!
 
Einer von UNS, ein DU
nicht unnahbar und abgehoben
weder nach oben
noch nach unten
 
Sondern einer dem JEDER
nahe kommen kann,
dem JEDER
FREUND werden kann
 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 19.12.2006. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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Die Geschichte spielt im Berlin der 90er Jahre.

Den beiden Freundinnen Andrea und Sigrid hat im Laufe weniger Monate das Schicksal übel mitgespielt. Mit dem Weihnachtsfest scheint sich eine positive Wende anzukündigen. Andreas Beziehung zu Wilfried Ruge, die anfangs unter keinem guten Stern zu stehen schien, festigt sich. Auch ihre Freundin glaubt in Wilfried ein verlässlichen Kameraden zu sehen. Beide Frauen nehmen ihr Schicksal optimistisch in die Hand.

Sie ahnen nicht, dass der Mann, dem sie vertrauen, ein gefährlicher Psychopath ist und insgeheim einen schaurigen Plan verfolgt. Auch, als sich Warnungen und Anzeichen häufen, wollen die Frauen die Gefahr, die von dem Geliebten und Freund ausgeht, noch nicht wahrhaben. Ausgerechnet Sigrids behinderte Nichte wird folgenschwer in den Strudel der schrecklichen Ereignisse gerissen.

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