Monika Wilhelm

ach die stille nacht

gestern
während des anziehens
dem knöpfen deines hemdes
fragte ich unbedacht
nach dem wie und was
an heiligabend...
 
im geiste noch
seh ich das schwingen
ergrauter wirrer haarlocken
das mehrmalige schütteln
deines kopfes
im takt mit dem zucken
deiner beiden achseln 
und das langsame erlöschen
blauer strahlender augen
wir blickten uns an
und verstummten
während hände
sehnsüchtig sprachen 
im wissen der kommenden stillen nacht
 
...und wie erfreut
warst wir doch heute
als wir uns gegenseitig berichteten
von dem kommenden weihnachtsfest
um 16 uhr
in der aula deines wohnheims
roch es doch mittags schon
nach schmackhaftem braten... 
 
 
© mmw 
 

 
 

...und welch gnade dem nicht diese art einsamkeit beschieden....

//

danken möchte ich meinen freunden hier für ihr begleiten des letzten jahres und ihr einspüren in meine zeilen...die manchmal sehr schwierig sind..verzeiht...

tage des inneren friedens euch allen...und auch mir...


Moni(ka)
Monika Wilhelm, Anmerkung zum Gedicht

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 24.12.2006. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

Die Autorin:

Buch von Monika Wilhelm:

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Dem Leben entgegen von Monika Wilhelm



Zwei sensible Frauen, die sensible Gedichte schreiben. Beide schürfen tief. Da bleibt nichts an der Oberfläche. Beide schöpfen aus ihrem emotionalen Reichtum und ihrem souveränen Umgang mit Sprache. Dabei entfalten sie eine immer wieder überraschende Bandbreite: Manches spiegelt die Ästhetik traditioneller formaler Regeln, manches erscheint fast pointilistisch und lässt viel Raum für die eigenen Gedanken und Empfindungen des Lesers. Ein ausgefeiltes Sonett findet sich neben hingetupften sprachlichen Steinchen, die, wenn sie erst in Bewegung geraten, eine ganze Lawine von Assoziationen und Gefühlen auslösen könenn. Bildschön die Kettengedichte nach japanischem Vorbild! Wer hier zunächst über Begriffe wie Oberstollen und Unterstollen stolpert, der hat anhand dieser feinsinnigen Texte mit einem Mal die Chance, eine Tür zu öffnen und - vielleicht auch mit Hilfe von Google oder Wikipedia - die filigrane Welt der Tankas und Rengas zu entdecken. Dass Stefanie Junker und Monika Wilhelm sich auch in Bildern ausdrücken können, erschließt an vielen Stellen eine zusätzliche Dimension [...]

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