Alexander Fakoó

Wünsche

Mama sag, wann kommt er denn, der gute Weihnachtsmann?
Und hat er mir was mitgebracht aus seinem weißen Tann?
Schon lange schrieb ich alles auf, was er mir bringen soll.
Und wenn es nur die Hälfte wär, das wäre wirklich toll.

Doch sag, was deckst du dein Gesicht, kommt er denn diesmal nicht?
Hat er vielleicht zu schleppen viel, sein Schlitten drann zerbricht?
Wollt ich zuviel, nun sag es schon, fand meine Wünsche klein.
Doch alles bringen braucht er nicht, nur ein was sollt es sein.

Du nimmst mich auf den Schoß geschwind und sagst kein Wort dazu.
Du denkst 'wie sag ich's meinem Kind' und drückst mich immer zu.
Die Welt ist nicht mehr wie sie war, gibst du mir zu verstehn.
Und deine Augen leuchten nicht, nur Tränen sind zu sehn.

Seit Wochen hast du Zeit für mich, musst nicht zur Arbeit gehn.
Und wenn ich aus der Schule kam, gemeinsam war es schön.
Wenn abends dann das Licht verlosch lagst du noch lange wach.
Hab manchmal dich was schreiben sehn, wenn Ruhe in der Nacht.

Weiß wohl das Geld reicht grade so für's Essen und was fehlt.
Drum ist doch jetzt auch Weihnachten, wünsch dir doch einfach Geld.
Wirst sehn, der gute Weihnachtsmann denkt sicher auch an dich.
Wenn er uns nur bald finden könnt und vorher nicht zerbricht.

Du nimmst mich zögernd an die Hand, ein Lächeln huscht vorbei.
Durch's Fenster all die Sterne spähn, ein großer ist dabei.
Das ist der Wunsch-Stern, sagst du leis, der wächst von Jahr zu Jahr.
Mehr Wünsche kommen stets dazu, als zu erfüllen war.

Der Weihnachtsmann sein Bestes tut, doch ist er alt und grau,
und viel Zeit hat er nicht dafür, das weißt du ganz genau.
Zuviel der Kinder dieser Welt, zu groß ist deren Not.
Ich wünsche ihnen wie auch dir in Frieden täglich Brot.

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