Marius Sebastian

Universum: Leid

In Scherben liegen die Träume.
Kalte Träume füllen diese Räume.
Hoffnungen zerfallen in Milliarden Splitter.
Die Zeit verrinnt wie Wasser durch Finger.  
 
Rosendornen zerstechen das vernarbte Herz.
Auferstanden aus Ruinen.
Tagelanges Warten auf ein endgültiges Urteil.
Das Jenseits im Sein.  
 
Schmerzvolles Leben.
Unheilvolles Streben.
Gedankentanz im blut’gen Scherbenmeer.
Todessehnsucht auf vermodernden Pfaden.  
 
Blut tritt scharlachrot aus geschlagenen Wunden.
Zerstörter Himmel, getaucht in Nichts.
Zähflüssig ziehen die Stunden vorbei.
Das einsame Herz bricht langsam entzwei.
 
Zerstörte Illusion kämpft gegen die Verzweiflung.
Der kalte Tod vernichtet das Liebesleid.
Gegen Narben im Krieg, auf dem Feldzug ins Licht.
Letzte Funken der Hoffnung verglühen.
 
Die kleine Seele steht im Regen.
Tränenüberströmt, mit einem Messer in der Hand.
Letzte Emotionen verklingen.
Das Messer sucht Schutz in ihrem Herz.  
 
Das Augenlicht verblasst.
Das weiße Licht wird greifbar.
Die kleine Seele flieht in die Ewigkeit.
Trotz ermordender Gnade die Qual in der Seele verweilt.  
 
Kein Zurück.
Dunkelheit am Ende der Endgültigkeit.
Der Stich lässt Blut fallen in das Himmelszelt
Und ein Engel entschwindet aus der Welt.
 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 30.01.2007. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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