Manfred H. Freude
Frühlingstrauminstinkte
Frühlingstrauminstinkte
I
Oh, pfirsichweicher Flaum
Oh, pflaumenleichter Schaum
Im tiefen Leibgewühle
Der Frühlingstraumgefühle
II.
Gedichte bestiegen das Fleisch eurer Weiber
Sagt. Ist es das warum ihr Verse versteckt
Auf dem Rand eurer Betten fehlen Worte
Worte des Dichters euch geschenkt
III.
Man sagt mir: gehe auf Wiesen, pflücke Obst
Frühling kam. Auf Wiesen, fertigte ich Gedichte
Worte fielen herab wie reifes Obst
Nein. Ich musste Verse aus Kernen schälen
IV.
Der Frühlingstraumgefühle
Im tiefen Leibgewühle
Oh, pflaumenleichter Schaum
Oh, pfirsichweicher Flaum
V.
Den Frühling überleben. Das ist ein Ziel
Den Sommer zu erleben. Zum Ende viel
Und wird das Leben auch geben
Nächsten Frühling lässt es erleben
VI.
Es ist, wenn ihr die Verse in die Betten legt
Wie zwischen Schenkeln die ihr gut gepflegt
Und könnt im Frühling ihr Gedanken lesen
Die Glieder hoch als wäre nichts gewesen
VII.
Oh, pflaumenleichter Schaum
Der Frühlingstraumgefühle
Oh, pfirsichweicher Flaum
Im tiefen Leibgewühle
VIII.
Er ruft vom Astwerk Winde
Komm. Komm streichle meine Rinde
Lausch weiter siehe an und höre
Wo dieser Duft ein Bild zerstöre
IX.
Ich. Ich, ja wir leben in einer Zeit
wo Jahre nicht mehr sind was einst
Ja. Ja, ich schenk dem Frühling Kleid
Auch wenn du unter frischen Bäumen weinst.
X.
Im tiefen Leibgewühle
Oh, pfirsichweicher Flaum
Oh, pflaumenleichter Schaum
Der Frühlingstraumgefühle
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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 14.03.2007.
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