Dieter Kamensek

Lyrikessay3-Gedanken zum VORSATZ

 
Gedankliche Übereinkunft mit sich selbst
um Angewohnheiten – welche entgegen
der eigenen Vernunft, der eigenen Anschauungen
sowie entgegen besseres Wissens des eigenen
Denkens und Empfindens  als störend oder hinderlich
empfunden werden – soweit abzustellen um sich
selbst den Beweis zu liefern das man noch fähig
ist - wenigstens - sich selbst zu befehlen, sich zu
koordinieren und organisieren!
Oder auch eine nicht schriftliche Vertragserstellung
mit dem eigenen Über ich um Handlungen – welche
bis zu diesen Zeitpunkt im Graubereich des
Nichterkennens und/oder der eigenen Duldung lagen –
durchzuführen so dass auch hier eine Selbstbestätigung
und Erhöhung des Ich’s erfolgen könnte.
Weiters wäre es aber auch möglich eine Abmachung
mit sich selbst zu schließen welche besagt das die,
von einem selbst, listenmäßig erfasste Wichtigkeiten
unterlassen, getan oder akzeptiert werden, um sich
selbst – meist im Hinblick auf die gesellschaftliche,
soziale und/oder ökonomische Stellung als
Mitpartizipierender der Atemluft  - den Platz zu geben
der ihm selbst – aus eigener, infinitesimaler Sicht gesehen-
zustehen würde, wenn er seine eigenen Auflagen im Sinne
der selbst gefassten Vorsätze einhält.
Meist jedoch werden die späteren Verfizierungsmaßnahmen
zeigen dass eine vorübergehende destruktive Strömung
im Neuronengewirr dafür verantwortlich war, dass die eigenen
Vorgaben im Sinne der rudimentären Änderungsansätze nicht
wirklich durchgeführt werden konnten und eine Falsifizierung
der einzelnen Vertragspunkte explizit dazu führen musste die
Abmachungen mit sich selbst zu nuancieren, was letztendlich
nun dazu führte, das sich die Dinge im reziproken Sinn zum
Vorsatz entwickelten.
Dies hat auch zur weiteren Folge, dass eine direkte, unmittelbare,
selbstkommunikative Anweisung nicht mehr im Sinne und mit
dem Wert des Vorsatzes vorgenommen wird sondern als
mittelbarer und indirekter Rat sich selbst gegeben wird, der
nun wiederum keine Handlungen und/oder Taten braucht.
Bedingt durch die diskriminierende Behandlung der Vorsätze
wird –zum Schutz des eigenen Ichs-  sofort eine umfangreiche
Gegenkampagne gestartet bei welcher auf die negative
Betrachtung des Vorsatzes im Allgemeinen und der negativen
Auswirkungen beim Einhalten der Vorsätze im speziellen
eingegangen wird! Dies schützt nun den Vertragsbrüchigen
vor der Erkenntnis, dass er selbst nicht Herr seiner Selbst ist!
Um diese einfache Wahrheit zu verleugnen, werden die,
einst per Vorsatz zu ändernden Dinge, Gewohnheiten, Zustände
oder ähnliches noch intensiver betrieben um den Vorsatz zu zeigen
wie falsch dass dieser an sich war.
Erst dieser Teil zeigt die Wichtigkeit der Vorsätze im Sinne
eines Perpetuum Mobile unter der distanzierten Sicht der Ewigkeit
des menschlichen Geistes. Denn die Ewigkeit des Menschen ist
die Dauer seines eigenen Verstehens. Dies bringt nun die
Erkenntnis dass die Ewigkeit temporär begrenzt ist und jeder
seine eigene Ewigkeit besitzt, denn die Zeit –und damit auch
der Begriff der Zeitlosigkeit, der zeitlichen Ewigkeit- endet bei
der Beendigung des Denkens!
 
 

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