Susanne Bruschke

Manche Tage

Goldene Tage erwarten mich fröhlich,
ich sehe es deutlich, manchmal.
Gottes Schöpfung, da ist sie für mich
eigentlich immer,
doch sehen muss der Mensch, was ihn umhüllt.
 
Jedes Mal anders erscheint mir die Welt,
unkontrollierbar und ohne Vorzeichen,
nehme ich sie Tag für Tag verschieden wahr.
 
Eine Freude, so tief spürbar, die ausbrechen will,
alles ist schön, mitunter.
Gras, Bäume und Katzen, die sich im Sonnenschein rekeln,
dem Licht entgegen.
Keine wirr verwobenen Gedanken,
die mich wollen stören.
Schweigen, genießen und ein Lächeln austesten.
 
Die Lage kippt gern,
das ist auch ihr Sinn.
Nur verstehen möchte ich dies nicht.
 
Sehnsucht, Fernweh und Zweifel betreten die Bühne,
Vergänglichkeit der Dinge vor Augen, ab und zu.
Zurück der Blick auf andere Zeiten,
wo ich meinen Weg ging, denselben, lang her.
Dieselbe Sonne erhellt mich heute,
wie lange noch?
 
Bin vergänglich, ohne mich funktioniert alles weiter,
die Erde dreht sich noch, auch wenn ich sie verlasse.
Was soll das?
Gedanken, die nicht zu benennen wären.
 
Blind für die Schönheit der Natur,
ich renne und haste, habe viel zu viel zu tun, auch das.
Dunkle Schatten neben und hinter mir.
Vogelgezwitscher versucht mein trübes Hirn zu erreichen,
vergeblich, denn was da ist, sehe ich nicht.
 
So viele Tage, die nicht mehr zählbar sind.
Vergeude ich Zeit, übersehe ich was?
Manche Tage, die ich mich genau das frage. 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 30.03.2007. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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