Viktor Prieb
Der Zweifel an Depression
(aus meiner "Poesie"
Wenn unsre Welt wär’ so trübselig
wie trübe Fluten und die Ebben
der
tiefsten Tiefen meiner Seele,
wo Wehmut und die Trauer beben,
wo sich
Trugbilder – oder nicht? –
mit Außenwirklichkeit vermisch’n,
und die
Gefühle,
betrübt dadurch in voller Fülle,
sagen mir ab,
und der Gedanke
an das Grab
folgt mir wie schwarzer Paladin...
Dann hätte sie mehr
keinen Sinn!
Und zwar für alle. Auch für die,
die stockverliebt
oder
-besoffen
und von Begeisterung getroffen
woanders suchen nach dem
Sinn.
Doch, der ist simpel!
ICH BIN NICHT WELT UND NICHT IHR
SINN.
Die Welt beleuchtet nicht mein Hirn
oder mein seelischer
Zustand,
oder ein ähnlicher Irrsinn.
Die Welt beleuchtet – Gott sei
Dank! –
die Sonne draußen von mir,
und ich verfüge drüber nie.
Egal wie
viel ich Wissen schaffe -
am Gotte liege Welterschaffen:
Die Sonne
geht und kehrt zurück,
und das passiert, zu uns'rem Glück,
seit Millionen
Erdejahren,
in denen wir im Nu verharren...
Und morgen geht sie wieder
auf.
Und's werde Licht! Und ich?.. Wohl auch.
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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 08.05.2007.
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