Wolfgang Lörzer

Kalliope

 Herbei!
 
Komm, eil herbei Kalliope,
und hilf mir bei der Dichtung!
Ziehe mich in deinen Bann,
und weise mir die Richtung!
Schenk mir durch deinen Musenkuss
der Ideen reichen Fluss!
 
 
 Ungeduld
 
Kalliope, wo bleibst du denn?
Ich möchte so gern dichten.
Doch ohne einen Kuss von dir
kann ich hier nichts verrichten.
 
Ich sitz' vor einem leeren Blatt,
und das bereits seit Stunden.
Ich fleh' dich an, du hörst mich nicht.
Hast nicht zu mir gefunden.
 
Verdammt nochmal, ich brauche dich!
Komm endlich zu mir rüber!
Ich hege langsam den Verdacht
bei Gernhardt bist du lieber!
 
Entschuldige, Kalliope,
das war jetzt nicht sehr fein!
Du halfst mir oft und kannst ja nicht
ständig bei mir sein.
 
Du hast ja recht, ich seh' es ein,
ich kann es nicht erzwingen.
Drum lass' ich jetzt das Warten sein
und komm' zu andern Dingen.
 
Ei, der Daus, was war denn das?
Ich glaub', ich fass' es nicht!
Kalliope hat mich geküsst
und schenkt mir ein Gedicht!
 
Ich danke dir, Kalliope,
du bist phänomenal!
Ich bin beglückt, wenn ich dich seh'.
Adieu, bis nächstes Mal!
 
 
 Bei mir
 
Wie lange hab' ich dich vermisst,
Kalliope, du Gute!
Doch heut' hast du mich wachgeküsst.
Mir ist so froh zu Mute!
 
Ich nehm' ein Blatt und schreib' sogleich
ein Loblied deiner Stärke.
Du gibst mir Kraft, du machst mich reich.
Ich gehe frisch zu Werke.
 
 
(c)  Wolfgang Lörzer  15.08.2001

"Herbei!" entstand vor etwa 40 Jahren.Wolfgang Lörzer, Anmerkung zum Gedicht

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