Anette Esposito

Mund gestopft

 
„Guten Morgen Fräulein Müller.
Sind sie denn schon wieder da?
Ach, das nenn ich einen Knüller,
Sagen sie mal, wie es war.
 
Wollten sie nicht länger bleiben?
Ist denn irgendwas passiert?
Könnten sie‘s mir mal beschreiben.
Sind sie nun nicht mehr liiert?
 
Das macht mich nun etwas stutzig.
Eine Woche war es bloß.
 - Oh, das Hündchen ist so putzig -
Sprechen Sie, was war denn los?
 
Haben sie vielleicht gestritten?
Dieser Mann war doch sehr nett.
Dürft ich um die Antwort bitten:
War er nicht so gut im Bett?
 
Hat er sie vielleicht geschlagen?
Denn ihr Auge scheint mir blau,
Oh, wie kann er so was wagen!
Schlägt man etwa eine Frau?
 
Nein, das kann ich jetzt nicht fassen.
Hab ich mich denn so geirrt?
Oder hat er sie verlassen?
Jetzt bin ich total verwirrt.
 
Ach, was mussten sie erleiden.
Nun, das tut mir wirklich Leid.
Lag auch stets auf ihnen beiden
Fräulein Meiers blanker Neid.
 
Hat den Mund sich oft zerrissen,
auch bei mir mal angeklopft.
Doch ich wollt davon nichts wissen,
hab ihr den sofort gestopft.
 
Lies sich’s auch sogleich erkennen,
nach dem Wagen, den er fuhr,
 -reich und schön tat er sich nennen -
Nichts für sie - ich mein ja nur.
 
Nein, das konnte gut nicht gehen.
Hab ich immer schon gesagt.
Was soll weiter jetzt geschehen?,
hätte ich noch gern gefragt.“
 
 „Wissen sie, Frau Überweise,
leider trügt sie hier der Schein.
Wir gehn heut auf Hochzeitsreise
und acht Wochen werden’s sein.“
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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