Georges Ettlin

Der Jägersmann

 
 
 
 
Seltsam sind des Jägers braune Kinderaugen
schauend auf das krüppelhafte
 Zwergenvolk der Berge
auf dumpfe, enge Stirnen,
 die im Felsenmeer der Herzen
zwischen Alpenrosen, Glockenblumen,
friedlich nur mit milchgefüllten Ziegen sind.
 
Gemswurz, Schneeranunkeln, Männertreu,
der purpurfarbne Enzian,
das Silbersternlein von dem Edelweiss :
 
- alles wächst in Jägers Beinkleid weit weit hinauf -
 
Oh, wie regenbogenfarben leuchtet sein Geschlecht
wenn er mit seinem knallend` Todesrohr
auf die stillen Gletschergemsen ziehlt !
 
***
 
c/G.E.

Die hochalpine Jäger-Romantik des neunzehnten Jahrhunderts
war leicht faschistoid und ist heute
nicht mehr angebracht, da die Berge frei
von einheimischem Volk sind, das da von Ziegen lebt.
Sie sind in die Städte gezogen und arbeiten heute in der Politik
oder auf den Steuerämtern, Eisenbahnen, Post, usw.
Sie verüfgen über eine gute selektionslose Merkfähigkeit. die sie in grossen Büros und Warenlagern gut gebrauche können.
Gemsen und Gletscher sind ja bald auch verschwunden...

lieben Gruss von Georges
Georges Ettlin, Anmerkung zum Gedicht

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 13.09.2007. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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