Marius Sebastian

Schattentheater

Die Zeit steht still.
 Alles verloren.
 Versunken im Tränenmeer.
 Der Augenblick, kurz vor dem Fallen des Vorhanges.
 Das Leben wartet.
 Farben sind Mangelware.
 Kalt erscheint es auf der Welt.
 Momente ohne Sinn.
 Sand, der aus Gläsern rieselt.
 Scherben sind blutbefleckt.
 Rasierklingen in der Seele.
 Verrottend auf dem Boden.
 Metapher für die Menschen.
 Mitleid für die Massen.
 Alleine in einem weißen Raum.
 Gedanken fahren Achterbahn.
 Verzweiflung ist auch nur ein Gefühl.
 Engel verdunkeln den Himmel.
 Messerscharfe Pfeile jagen
 Dem Boden entgegen.
 Die Welt füllt sich mit Leiden.
 Tage des Lichtes – eine leere, verblassende Erinnerung.
 Maskeraden ziehen auf.
 Ein bunter Todestanz
 Auf der Bühne der zerstörten Seelen.
 Eine ganz normale Woche im ganz normalen Leben.
 Die Freiheit im Gefängnis.
 Der Hass an der Macht.
 Das Leiden auf der Straße.
 Eingesperrte Existenzen hinter verschlossenen Türen.
 Dunkelheit auf der anderen Seite.
 Tonlose Melodien erklingen.
 Schreie hallen durch die Szenerie.
 Heuchelei in Reinkultur.
 Ein alter Mann
 Erzählt von einer längst vergessenen Zeit.
 Kriege ohne Waffen.
 Gedankenschlachten.
 Gewalt erzürnt das Sonnenlicht.
 Schwarze Rosen erblühen.
 Zaubern ein Lächeln auf tote Münder.
 Dornen zerstechen dreckige Finger.
 Stille.
 Der erste Akt vorbei.

 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 20.10.2007. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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Der Liebe kann man immer und überall begegnen, auch donnerstags; sie kündigt sich nicht an.

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