Margit Farwig

Verrückte Welt

 

Rost spült neue Wege frei,
der Wasserhahn tropft leis’
vergeblich mühen Siege heiß
mit Muskeln schwer wie Brei,
im Zirkuszelt summt laut der Clown,
der Text hat sich versteckt,
wo ist die Zeile, melde dich,
was weg ist, das ist weg.
Der Regenwurm tanzt außer sich,
die Sonne deckt sich zu,
wie lange noch, das weiß sie nich’.
Frau Adebar bekommt ein Kind,
von wem ist nicht bekannt.
Sturm rast gewaltig übers Land,
da ist der Sommerwind getürmt
über Berge und viel mehr,
zu uns kommt er nicht wieder her,
was soll’s, war eh’ nicht Fisch, nicht Fleisch
Dem Karpfen blau ist das egal,
ihm wurde kalt und heiß,
ein Auge hinkt, das andere auch,
Silvester blubbert unter Muscheln,
er tät so gerne kuscheln.
Tauch ein, Fisch will Wein.
Der Mond verschlingt die Matjesbrut,
Worte sind genug gewürfelt,
ein Sternennetz, das ist kein Hut,
ein Singfisch kein Tenor.
Das Wildschwein aus der Gosse trinkt,
die Trüffeln werden knapp,
gewiss läuft Eber Kunibald
Amok durchs Revier. Ja, genau hier.
Bier! Passt nicht, blöder Quatsch.
Quatsch, so dacht’ ich unlängst
wär schon blöd.
So blöd nun wieder nicht.
Halt ein!
Na gut, hier spricht der Schlusssatz vom Gedicht!

 

 

 

© Margit Farwig

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