Sven Später

Gleich einem Engel

Gleich einem Engel,
entstanden aus Tränen
einer vergessenen Zeit,
gleiten meine Träume
hinauf zu den Sternen,
suchen den Sinn,
suchen die Antwort
auf Fragen,
die ich nie stellte.

Ein dunkler Geist
führt mich empor,
reißt mich hinab,
zeigt mir Geschehenes,
das nie geschah
und schenkt mir
eine Stunde
in der Zukunft,
die niemals kommen wird.

Gleich einem Engel,
dessen Schwingen ermüden,
stürze ich hinauf
in ein Meer
unendlich vieler Sorgen
und versuche
mit schwindender Kraft
die sterbenden Schwäne
den Sternen zu schenken.

Die Gipfel der Täler,
die Mulden der Berge -
sie werden Eins
mit dem fallenden Engel,
der weinend flucht
und voller Freude
den Namen des Bösen
aus seiner stummen Kehle schreit,
hinaus in sein innerstes Wesen.

Wahnsinn bezwingt die Vernunft,
schafft sich einen Platz,
um dort zu gedeihen,
um dort zu wachsen,
damit eines Tages
der Haß die Liebe
und die Liebe die Angst
zerstört, zerschmettert
und erweckt.

Gleich einem Engel,
der wissend nichts weiß
und lachend trauert,
ergießt sich das Blut
über die Häupter
der klugen Narren
und klagt den an,
der es wagte aus Furcht
die Angst zu vergessen.

Ein Spiel mit dem Wind,
der den Sturm beschwört,
die Vernichtung bringt
und mich ganz allmählich
zu den Toren des Lebens geleitet,
die den Tod bedeuten
und das Licht verbannen,
das mir nie leuchtete
auf meinem finsteren Pfad. 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 06.11.2007. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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