Anette Esposito

Kohl mit Sekt

 
Oftmals gehen mir, oh Graus,
meine Kochideen aus.
Hab zwar reichlich Fantasie,
doch für’s Essen quasi nie.
Heut jedoch, fiel mir rasch ein:
Kohlrouladen wären fein.
 
Wirsing, ein paar Tage alt,
lag im Kühlschrank unten, kalt.
Reis vom Vortag, nicht zu viel,
äußerst brauchbar, kam ins Spiel.
Rinderhackfleisch, aufgetaut,
das sich in der Truhe staut.
 
Gut gewürzt und durchgemengt,
in die Blätter eingezwängt,
hab als „Packerl“ sie gefüllt
und mit Zwirn ganz fest umhüllt,
dann gebraten, kross und scharf.
Wein dazu nicht fehlen darf.
 
Diesmal nur ergriff ich Sekt,
weil das sicher besser schmeckt,
um danach den Flaschenrest
auszutrinken wie zum Fest,
was mir gar nicht gut bekam,
weil mir das den Durchblick nahm.
 
Angeheitert – nicht ganz klar,
 - nicht, dass ich betrunken war -
rötete sich mein Gesicht,
als, von Allergie man spricht,
die, wenn ich Promill‘ bestückt
mich desöft’ren „beglückt“.
 
Doch was darauf schlimmer kam,
mir die Luft zum Atmen nahm.
Nach dem Essen, reichlich auch,
rebellierte gleich mein Bauch.
Aufgebläht, wie ein Ballon,
kam er rasch aus der Fasson.
 
Sekt und Kohl im Darm vergärte,
der sich lautstark dann entleerte,
wie aus Rohren von Kanonen,
donnergleich wie auch bei Bohnen,
die mich selbst vor mir verscheuchten,
weil sie mit Gestank entfleuchten.
 
Doch was dieses mich gelehrt:
Kohl mit Sekt den Darm beschwert.
Wird mit beidem er geladen,
kann er auch der Umwelt schaden.
Lärmbelästigung, Gestank,
macht auf Dauer schließlich krank.
 
 
 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 01.12.2007. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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