Sylvia Knitel

Eine Kerze

Schlafend liegt das Land
in einem Weiß aus feinsten Samt.
Dunkel ist's, wird nicht hell,
eine Kerze auf den Tische stell.

Eine Kerze für all die Seelen,

die sich Tag für Tag zur Arbeit quälen.
Für die Mütter dieser Welt -
haben sie doch oft kein Geld.

Sie arbeiten stets 24 Stunden,

pflegen die Kleinen mit ihren Wunden.
Doch guten Lohn gibt’s keinen dafür.
Die Frau - noch immer ein Arbeitstier!

Plagen sich Tag aus, Tag ein

für ihre lieben Kinderlein.
Ihr Lohn ist deren Augenglanz
von klein Maria oder Hans.

Eine Kerze zünd ich an

auch für den lieben Ehemann.
Geduldig er alles über sich ergehen lässt,
besonders nun zum Weihnachtsfest.

Seine Familie über alles er liebt,

sie um keinen Preis der Welt hergibt.
Dies Bild ist viel zu rar,
auch in diesem kostbaren Jahr.

Eine Kerze für die Erde,

damit es doch bald Frieden werde.
Damit Kinder wieder lachen
und verrückte Dinge machen.

So viel Trauer lassen wir zurück,

nun kommt 2008, das gute Stück
Was es uns auch bringen mag
wir ertragen es mit Schmach.

Lass uns singen, jubelieren,

wenn Menschen nebenan erfrieren.
Kinder weinen leise Tränen,
Menschen sich vor Hunger grämen.

Nein, dies ist nicht fern von dir,

denn dies geschieht alles hier.
In unserm deutschen Land
keiner gibt mehr gern die Hand.

Eine letzte Kerze ich jetzt entzünde

und euch frohe Weihnacht verkünde.
Lasst uns froh und munter sein -
zu Haus bei Braten und bei Wein.

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 16.12.2007. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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