Georges Ettlin

An Weihnacht stehe ich an Nachbars Grab

 
 
Mein  Herz heut` Zärtlichkeit ins Kissen weint
wohl weil es nicht geliebt sich meint :
So gehe ich zu bösen Nachbars Grabe
der kürzlich starb, wie schade  !
 
Gebückt bin über Nachbars Staube
und fürcht` ihn nicht, weil Tot ihn glaube.
Weil auf Gräbern heut` kein Lichtlein brennt
besuche ich den Ort, wo Totes pennt.
 
Wer hat die Schatten ihm gerufen,
dass ich geh` auf Friedhofs Stufen,
wo ein Weihnachtsglöcklein fein
klinget in sein Grab hinein ?
Oh, wie krank es aus dem Kirchlein schallt,
dass es dort so dumpf ihm hallt !
 
Gestraft wird heute die Gewalt
die der Nachbar Frauen hat getan :
Er  war wohl ein Perverser halt
und quählte sie in seinem Wahn .
 
Senkrecht steht zu seiner Schande,
- ich steh an seines Grabes Rande -
des Nachbarn Lust aus seiner Gruft
steil in Friedhofs feuchte Luft....
 
...Auch seine Neugier schaut als Ohr
aus dem frischen Grab hervor !
 
***
 
c/G.E.
 
 
 
 

Ein bisschen Zynismus gegenüber dem
weihnachtlichen Gruppenzwang zu Friede,
Freude, Eierkuchen...

Lieben Gruss von Georges
Georges Ettlin, Anmerkung zum Gedicht

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